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Markkleeberg „Goldene Klorolle“ als Dankeschön für stilles Örtchen
Region Markkleeberg „Goldene Klorolle“ als Dankeschön für stilles Örtchen
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08:00 09.11.2016
Hannelore Pohl (l.) vom Freundeskreis des Gartens nimmt die (gefärbte) goldene Klorolle entgegen. Auch der Kreisbehindertenbeauftragte Jens Merkel ist im Rollstuhl (M.) dabei. Quelle: A. Kempner
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Grosspösna

So manche Gemeinde wäre froh über eine behindertengerechte Toilette. In Großpösna entstand über das Förderprogramm „Lieblingsplätze“ des Freistaats nun schon die zweite derartige Einrichtung. Im Botanischen Garten Oberholz dankte die Klasse O2 der Förderschule Schloss Schönefeld aus Leipzig am Dienstag auf ihre Art dafür: Es gab selbst gebackenen Kuchen – und als Präsent eine „Goldene Klorolle“!

Die geistig behinderten Schüler und ihre Betreuer sind immer wieder zu Gast im Botanischen Garten, haben dort schon eine Reihe von Projekten besucht. „Es gibt eine wunderbare Kooperation zwischen uns“, meinte Lehrer Burkhard Grimm. Tatsächlich sei aber bislang die Toilette ein Problem gewesen. „Wir benötigen dafür große Räume, in denen sich auch ein Rollstuhl drehen kann“, erläuterte er.

Zusammen mit den Schülern war auch der Kreisbehindertenbeauftragte Jens Merkel bei der Übergabe dabei. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch fragte Schüler und Merkel, „ob es passt so“ und bat um Verbesserungsvorschläge. Schon bei der ersten Einrichtung am Störmthaler See hatte sich die Gemeinde vor zwei Jahren Tipps von Behinderten für die Planung geholt. Merkel war des Lobes voll ob des neuen Angebotes, lediglich eine gelbe Kontrastlinie für Sehschwache fehle noch bei der Rampe zu der Toilette. Die werde auf jeden Fall nachgerüstet, versprach Lantzsch.

Knapp 25 000 Euro hatte die Gemeinde über den Landkreis als Fördergeld erhalten. Dafür entstanden Rampe, ein vergrößerter Eingang, ein neuer Fußboden im Toilettenhaus sowie die großzügige barrierefreie Toilette samt unterfahrbarem Waschtisch, verstellbarem Spiegel, höhergelegtem Heizkörper und Wickelkommode. Gemalert worden sei der ganze Eingangsbereich auch noch, so Lantzsch. Der Umbau sei zwar ein klein wenig teurer geworden, was die Gemeinde aber aus eigener Tasche bezahle, sagte die Bürgermeisterin.

Eine Vertreterin von Sachsenforst, der derzeit im Botanischer Garten sein waldpädagogisches Zentrum baut, und der Stadt Leipzig als Besitzer der Immobilie waren bei der Übergabe des „Örtchens“ ebenfalls dabei. Luise Grießbach vom Liegenschaftsamt Leipzig lobte Lantzsch vor allem für ihre Energie beim steten Umbau des Gartens.

„Acht bis zehn Projekte“ würden jährlich im Landkreis über das Programm Lieblingsplätze vorangetrieben, so Kreis-Sozialamtsleiterin Karina Keßler. In diesem Jahr stünden dafür insgesamt 175000 Euro zur Verfügung.

Von Jörg ter Vehn

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