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Markkleeberg Golfplatz Markkleeberg wird nach über 20 Jahren legalisiert
Region Markkleeberg Golfplatz Markkleeberg wird nach über 20 Jahren legalisiert
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10:03 08.07.2016
Seit 1993 wird auf der Neun-Loch-Anlage am Ostufer des Cospudener Sees Golfsport betrieben. Bislang fehlte ein Bebauungsplan für das Areal. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Rund 23 Jahre nach der Gründung des Golfclubs Markkleeberg legalisiert die Stadt die Neun-Loch-Anlage am Ostufer des Cospudener Sees jetzt mit einem Bebauungsplan. Nach der Sommerpause im August soll der Stadtrat den Satzungsbeschluss fassen.

„Es geht darum, baurechtlich geordnete Verhältnisse zu schaffen, den Golfplatz in seiner Nutzung dauerhaft festzuschreiben“, erklärt Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Der Weg sei lang gewesen, das Bebauungsplanverfahren „Golfplatz Markkleeberg“ gehe schon über Jahre. „Es ist aber ein wichtiger Schritt: Der Golfclub ist ein Standortfaktor für die Stadt“, betont der Rathauschef. Knapp 500 Mitglieder zählt der Club derzeit, darunter über 80 Kinder und Jugendliche, 650 Mitglieder wären insgesamt möglich. Insbesondere die aktive Nachwuchsarbeit würdigt Schütze, der selbst kein Golfer ist, wie er lächelnd verrät.

Aber er sagt auch: „Das Grundstück am Cospudener See wäre im Zuzugsgebiet Markkleeberg ganz sicher auch wertvolles Bauland gewesen.“ Stadtverwaltung und Stadtrat hätten sich indes eindeutig für die langfristige Sicherung des Golfplatzes entschieden. Immerhin umfasst der aktuelle zweite Entwurf des Bebauungsplanes „Golfplatz Markkleeberg“ eine Gesamtfläche von etwas mehr als 20 Hektar. Diese reicht über den Golfplatz hinaus nördlich vom Abendweg, südlich bis zum Mühlweg. Östliche Grenze ist die Koburger Straße – ausgenommen sind der Waldfriedhof der evangelischen Kirchgemeinde und die angrenzende Gartenanlage – westliche Grenze ist der Ostuferweg am Cospudener See.

„Im Rahmen des Bebaungsplanverfahrens gab es zahlreiche Anregungen der Träger öffentlicher Belange“, berichtet der Oberbürgermeister. Das Ergebnis seien strenge Auflagen für den Betreiber, insbesondere beim Umgang mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Die Untere Wasserbehörde habe dem Schutz des Grundwassers und der Wasserqualität des nahen Cospudener Sees hohe Priorität eingeräumt, betont der Oberbürgermeister. Entsprechend werde das Grundwasser in dem Bereich künftig regelmäßig überprüft.

Des Weiteren wurde der Regionale Grünzug, der im Regionalplan Westsachsen festgelegt ist, in den Entwurf aufgenommen. Das heißt, Gebäude und Schutzhütten dürfen nur außerhalb des Grünzugs errichtet werden. Gedreht werden musste die Bahn 3. Da dafür Wald in Anspruch genommen wird, wurde eine Waldersatzfläche ausgewiesen.

Kompliziert machte das Verfahren auch die Tatsache, dass der Golfplatz zum Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald gehört. Gemäß eines Erlasses des Sächsischen Innenministeriums aus dem Jahr 2000 dürfen Nutzungen, die dem Schutzzweck einer Landschaftsschutzverordnung entgegenstehen, nicht in einem Flächennutzungs- oder Bebauungsplan festgeschrieben werden. „Wir mussten bei der für das Landschaftsschutzgebiet zuständigen Behörde, der Stadt Leipzig, erst einen Antrag auf Ausgliederung der Fläche stellen. Dem wurde dieses Jahr stattgegeben“, so Schütze.

Festgelegt werden mit dem zweiten Entwurf des Bebauungsplans auch formale Regeln, wie der Einsatz von Rasenmähern in bestimmten, für die Nachbarschaft lärmverträglichen Zeitfenstern.

Von Ulrike Witt

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