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Markkleeberg Grenzenlose Party im Wildwasserkanal
Region Markkleeberg Grenzenlose Party im Wildwasserkanal
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07:00 10.05.2016
Sport und Spaß: Rund 800 aktive Paddler und 3500 Neugierige kamen am Wochenende zum XXL-Paddelfestival in den Kanupark. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Ein ganzes Wochenende lang tobten sich Freunde des Wassersports beim XXL-Paddelfestival rund um den Kanupark Markkleeberg im kühlen Nass aus. Turbulent im Wildwasserkanal oder beschaulich im Markkleeberger See wurde alles, was schwimmen kann, hemmungslos ausprobiert.

Zum Auftakt am Freitag stand nach einer kurzen Eröffnung eine Stunde Paddeln auf dem Programm, gefolgt von einem bemerkenswerten Vortrag über das Urlaubsparadies Seychellen. Danach folgten zwei lange Tage gespickt mit Vorträgen, Seminaren und Workshops.

Sonne satt und die feuchtfröhliche, grenzenlose Paddel-Party lockten hunderte gleichzeitig an und ins Wildwasser. Schlange stehen beim Einstieg und am Förderband taten dem Vergnügen aber keinen Abbruch. So blieb Zeit für ein Schwätzchen und zum Fachsimpeln unter Gleichgesinnten.

Im kunterbunten Getümmel zwischen aufspritzender Gischt und sprudelnden Wellen beobachteten die Zuschauer am Rande nur wenige hochkonzentrierte Gesichter. Den meisten Paddlern stand einfach die unbändige Freude ins Gesicht geschrieben, enthusiastisch jauchzend rauschten sie durchs Wasser. Artisten unter den Kanuten absolvierten in ihren kurzen Booten spektakuläre „Moves“. Vereinzelt trauten sich sogar Meister des Stand-Up-Paddlings, also des Stehpaddelns, in die Fluten.

Arne Ditsch hat sein eigenes Boot aus Hamburg mitgebracht. Zwar nimmt er auf dem Trockenen in einem orangenen „Ace of Spade“-Kajak Platz, dabei soll es auch bleiben. „Mehr probiere ich nicht aus, sonst wird nur der Wunsch nach einem neuen Boot geweckt“, lacht der Sparfuchs, für den sich die Anreise rechnet. „Der Wildwasserkanal ist das ganze Wochenende frei, für das Vergnügen müsste ich sonst viel Geld bezahlen“, erklärt Ditsch.

Die meisten Paddel-Freaks kommen jedoch aus allen Ecken Deutschlands, um die neuesten Boote verschiedenster Anbieter auszuprobieren. „Das ist die größte Testveranstaltung in Sachen Wildwasser im Land mit der besten Infrastruktur“, lobt der für das Mega-Event verantwortliche Horst Fürsattel. „Die Kombination des Wildwasserkanals mit dem Markkleeberger See ist einfach einmalig. Da waren kluge Leute an der Planung beteiligt“, betont er. Es gebe ausreichend Parkmöglichkeiten, Konflikte mit Naturschützern wurden von vornherein ausgeschaltet. „Da heißt es zur Saisoneröffnung: runter vom Sofa und rein ins Boot“, lacht Fürsattel. „Einsteiger können Boote auf dem See testen. Wer in den Kanal möchte, sollte zumindest Grundkenntnisse mitbringen“, meint er.

Dass die Hersteller ohne Zwischenhändler aus erster Hand erklären könnten, warum sie für ihre Marke brennen, sei Sinn der Veranstaltung. Noch mehr freuen Fürsattel die überwältigende Resonanz, das Emotionale und der Spaß.

Gefühle, die auch Falk Bruder als Vertreter des Wasserwander-Ausschuss der Leipziger Vereine bewegen. Am Stand des Sächsischen Kanu-Verbands wirbt er für die ruhigere, abenteuerliche bis romantische Variante des Wassersports und zwei abwechslungsreiche Touren durch das Leipziger Neuseenland.

Für Kanupark-Manager Christoph Kirsten war das Paddelwochenende „ein Riesenerfolg“ Mit rund 800 Paddlern seien annähernd so viele wie im Vorjahr da gewesen. Einziger Wermutstropfen: Durch den Großbrand am Samstagabend im Gewerbegebiet Störmthal (die LVZ berichtete) mussten einige Gäste, die auf dem oberhalb des Kanuparks gelegenen Campinglatz ihr Domizil aufgeschlagen hatten, evakuiert werden.

Von Gislinde Redepenning

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