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Großdalziger feiern ihre drei neuen Bronzeglocken

Kirchgemeinde Zwenkau Großdalziger feiern ihre drei neuen Bronzeglocken

Feststimmung in Großdalzig: Jung und Alt zog es am Wochenende zur evangelischen Dorfkirche. Sie wollten die drei neuen Bronzeglocken willkommen heißen. Pfarrerin Barbara Hüneburg strahlte bei der Andacht mit der Sonne um die Wette: „Das ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Gemeinde.“

Festlich geschmückt wurden die neuen Bronzeglocken vor der Großdalziger Kirche präsentiert. Die Männer der Heidenauer Glockenläute- und Elektroanlagen GmbH hoben sie wenig später behutsam in den Turm.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Feststimmung in Großdalzig: Jung und Alt zog es am Wochenende zur evangelischen Dorfkirche. Sie wollten die drei neuen Bronzeglocken willkommen heißen. Pfarrerin Barbara Hüneburg strahlte bei der Andacht mit der Sonne um die Wette: „Das ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Gemeinde.“

Elf Jahre haben die Großdalziger auf die neuen Glocken warten müssen. Wie Hüneburg erklärte, hatte ein Gutachter 2006 starke Schäden am Hartgussgeläut festgestellt. Das war 1957 in der Glockengießerei Schilling in Apolda hergestellt worden. Vorher hatte die Kirche 15 Jahre geschwiegen: Zwei der drei Originalbronzeglocken von 1886 waren im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden. „Für Bronze gab es zu DDR-Zeiten kein Geld, Hartguss war billiger“, so die Pfarrerin. 40 bis 50 Jahre seien den Glocken damals vorausgesagt worden. Am Ende waren es mit vielen Reparaturen 60.

Die neuen Bronzeglocken wurden am 22. September im Beisein einiger Gemeindeglieder in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen. Am Samstag wurden sie vor der Andacht und dem Einheben in den Kirchturm nach alter Tradition mit dem Traktor durch Klein- und Großdalzig sowie das benachbarte Tellschütz gefahren. Hüneburg zitierte aus Schillers Glocke und meinte: „Kirchglocken sind eine Konstante im Lauf des Lebens. Sie klingen zur Taufe, zur Konfirmation, zur Hochzeit, zur Beisetzung. Sie tragen Fröhlichkeit und manchmal auch unsere Wehmut zu Gott. Sie beten für uns, wenn wir es nicht mehr können.“

Wie die Hartgussglocken, die im Oktober vom Kirchturm geholt wurden und jetzt auf dem Friedhof stehen, tragen die neuen das Vaterunser als Inschrift. Die große, Fest- und Sterbeglocke mit der Lutherrose, bringt stolze 550 Kilogramm auf die Waage, hat einen Durchmesser von 970 Millimeter und den Ton „as 1“. Die mittlere ist die Gebetsglocke, mit 440 Kilogramm, 870 Millimeter Durchmesser und dem Ton „b 1“ nicht minder beeindruckend. Die kleine, die Taufglocke mit dem Schlusslob des Vaterunser, hat immerhin noch 265 Kilogramm, 740 Millimeter Durchmesser und den Ton „des 2“.

„Mögen sie unzählige Generationen von Christen zum Gebet rufen“, sagte Pfarrerin Hüneburg. Sie dankte Kirchenvorstand Jürgen Hofmann, der das 170 000 Euro teure Projekt inklusive Bau eines neues Glockenstuhls vorangetrieben hatte. Als die Glocken zum Kirchturm schwebend erstmals einzeln angeschlagen wurden, applaudierten alle. Voraussichtlich in einem Jahr wird die Schwesterkirchgemeinde schon die nächsten Glocken feiern, dann in Tellschütz, wo die Anfang 2015 abgebrannte Dorfkirche wiederaufgebaut wird.

Dass Glocken nicht nur süß klingen, sondern auch schmecken können, bewies Petra Ulrich. Die 52-jährige Kleindalzigerin hatte zur Feier des Tages und zur Freude der Gäste drei Glockentorten mit feinster Sahne und Fondant gebacken.

Von Ulrike Witt

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