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Großer Traum wahr geworden: Emil und Emil laufen für RB auf

Nachwuchskicker Großer Traum wahr geworden: Emil und Emil laufen für RB auf

Für den kleinen Emil Herrmann aus Markkleeberg ist dieses Jahr ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen: Der Zehnjährige durfte seinen Lieblingsfußballer und Namensvetter Emil Forsberg beim Bundesligaspiel RB Leipzig gegen Schalke 04 Anfang Dezember in der RedBull-Arena aufs Feld führen. Emil war eines von 22 Einlaufkindern, die aus 4000 Bewerbern von MDR Jump gezogen wurden.

Hand in Hand kamen der große Emil Forsberg und der kleine Emil Herrmann (Mitte) beim Bundesligaspiel RB Leipzig gegen Schalke 04 in der RedBull-Arena aus dem Tummel.

Quelle: Karl-Ludwig Oberthuer

Markkleeberg. Für den kleinen Emil Herrmann aus Markkleeberg ist dieses Jahr ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen: Der Zehnjährige durfte seinen Lieblingsfußballer und Namensvetter Emil Forsberg beim Bundesligaspiel RB Leipzig gegen Schalke 04 Anfang Dezember in der RedBull-Arena aufs Feld führen. Emil war eines von 22 Einlaufkindern, die aus 4000 Bewerbern von MDR Jump gezogen wurden.

„Mit Emil Hand in Hand aus dem Tunnel zu kommen, war das Größte. Er hat mich nach meinem Namen gefragt“, erinnert sich der blonde Junge mit strahlenden Augen. Angemeldet hatte ihn Mama Anja Herrmann. „Im Radio hörte ich den Aufruf, dass Einlaufkinder gesucht werden und habe Emil sofort übers Internet angemeldet“, berichtet sie. Eine Begründung zu finden, fiel ihr nicht schwer: „Die Namensgleichheit ist ja schon was besonderes. Aber unser Emil war auch schon zweimal zum Sichtungstraining bei RB und hat neun Monate im DFB-Stützpunkt Leipzig gespielt.“ Das Warten auf die Entscheidung wurde allerdings zur Geduldsprobe.

„Das war richtig spannend. In der Woche vorm Spiel haben wir erfahren, dass Emil im Lostopf ist. Dann hieß es, sollte er wirklich Einlaufkind sein, erhalten wir morgen einen Anruf“, erzählt Anja Herrmann. Den ganzen Tag seien sie unruhig gewesen. „Als ich Emil am Nachmittag von der Schule abgeholt habe, und ihm sagen musste, dass sich noch niemand gemeldet hat, war er sehr traurig“, sagt sie. Am Abend sei dann endlich der erlösende Anruf gekommen. „Der Jubel war bei uns allen Vieren riesig“, so Anja Herrmann.

Denn Fußball ist eine Familienleidenschaft: Entfacht hat die Papa Daniel Werner, der als Bambini-Trainer aktiv ist. Er hat nicht nur seinen Großen mit dem Virus infiziert, auch der kleine Bruder Pepe, gerade Vier, tritt schon bei Eintracht Leipzig-Süd ans runde Leder. „Emil war genau so alt, als er im Verein angefangen hat: erst beim TSV, jetzt seit gut drei Jahren bei den Kickers Markkleeberg“, erklärt Werner. Inzwischen verstärke der Fünftklässler die E-Jugend, sei wie Emil Forsberg linker Stürmer. „Und beide sind Ecken- und Freistoß-Könige“, verrät die Mama stolz.

Dass der große Emil nach seinem Foul gegen Philipp Lahm bei der 3:0 Pleite in München die rote Karte kassiert hat und für drei Spiele gesperrt ist, tut dem Fan weh, seiner Verehrung für den Schweden aber keinen Abbruch. „Er spielt so toll“, sagt der kleine Emil mit verklärtem Lächeln. Sein großes Ziel: „Bei RB Leipzig spielen.“ Oder bei seinem zweiten Lieblingsverein FC Barcelona mit seinem Vorbild Lionel Messi. Zweimal pro Woche trainiert er derzeit in Markkleeberg. Mama Anja Herrmann unterstützt ihn, wo sie nur kann, schätzt die Chancen aber realistisch ein: „Je älter die Kinder werden, um so schwerer wird es, sich durchzusetzen. Die Bundesligavereine suchen ihren Nachwuchs in ganz Deutschland.“

Sollte es mit dem Profi-Fußball nicht klappen, wird vielleicht ein Mathematiker aus Emil. Denn der Schüler, der am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium lernt, ist ein Zahlen-Ass. Nach seiner erfolgreichen Teilnahme bei der Mathe-Olympiade wurde er in einen Zirkel der Uni Leipzig aufgenommen. Verrechnet hat sich der kleine Emil dieses Jahr nur einmal: Er hatte auf ein 1:1 gegen Bayern getippt.

Von Ulrike Witt

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