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Großer Zapfenstreich für "Kamerad Bernd"

Großer Zapfenstreich für "Kamerad Bernd"

Mit einem Zapfenstreich hat sich die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung von ihrem langjährigen Chef, Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose, verabschiedet.

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"Ehrengarde Haltung": Werner Helbing (rechts, Mitte) begrüßt mit zwei Männern Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose und seine Frau Gudrun vor dem Rathaus. Das Ehepaar war zuvor mit einem Feuerwehrauto zu Hause abgeholt worden.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. "Ehrengarde Haltung: Wir begrüßen unseren Kameraden", rief Werner Helbing den Fackel- und Fahnenträgern vor dem Rathaus zu. Im Großen Lindensaal warteten derweil 90 Frauen und Männer bei Trompetenklängen, um dem 65-Jährigen Danke für 19 Jahre zu sagen. "Dieser Abschied ist uns ein echtes Bedürfnis. Wir sind nicht nur eine moderne Feuerwehr, sondern eine der bestausgerüsteten im Landkreis Leipzig. Und das ist Ihr Verdienst", betonte Stadtwehrleiter Rainer Walther und überreichte Klose und seiner Frau einen Gutschein für ein Wochenende im Erzgebirge. Später erhielt Klose, der am Ehrentisch mit den Landtagsmitgliedern Petra Köpping (SPD), Anja Jonas (FDP) und Oliver Fritzsche (CDU) sowie seinem Nachfolger Karsten Schütze (SPD) Platz nahm, noch die Verdienstmedaille für die Förderung des Feuerwehrwesens.

"Herzlichen Dank für diesen außergewöhnlichen Empfang", sagte Klose sichtlich gerührt. Die Zusammenarbeit mit den Kameraden sei immer eine sehr gute, aber auch kritische gewesen. Er kenne keine andere Wehr, die von sich aus auf Einsparpotenziale hinweist. "Ihr Einsatz ist unbezahlbar, ihre Kameradschaft beeindruckend", so Klose. An Walther, die Brüder Andreas und Uwe Knoll und Christian Richter gewandt, sagte er: "Sie haben die Markkleeberger Feuerwehr zu dem gemacht, was sie heute ist. Es war mir eine Freude, daran teilzuhaben." Schmunzelnd fügte Klose hinzu: "Die gute 'Bockwurscht', die es auf allen Feuerwehrfesten gab, wird mir fehlen."

Schütze spendierte wie Klose eine Saalrunde und versprach den Kameraden, ihre Ausrüstung nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich seien die ersten, nach der Wende angeschafften Fahrzeuge inzwischen schon wieder 20 Jahre alt. "Wir müssen sehen, dass wir noch Fördermittel bekommen, lange wird es die nicht mehr geben." Als unbefriedigend bezeichnete der neue Oberbürgermeister, Karsten Schütze (SPD), die Situation der beiden Feuerwehrtechnischen Zentren im Landkreis. "Die Probleme sind nicht neu. Das Konzept, was uns jetzt vorgelegt wurde, ist nichts halbes und nichts ganzes. Es gibt viel zu tun auf Kreisebene. Als OBM und Kreisrat werde ich mich dafür einsetzen, dass unsere Feuerwehren bessere Bedingungen bekommen."

Applaus erntete auch der "PR-Mann" der Markkleeberger Feuerwehr, Michael Röder. Er präsentierte einen Film mit den Höhepunkten des Jahres 2013. Ein Jahr, das die 111 aktiven Kameraden wetterbedingt mit fast 180 Einsätzen über die Maßen forderte. In der Statistik stach klar der Juni mit Flut und Starkregen hervor. Tage, die niemand vergessen wird, so Walther. Professionell sei die Absicherung des Völkerschlacht-Jubiläums im Oktober gewesen. Und wie immer mahnte Walther, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen.

Sorgenkind bleibe die Ortswehr Gaschwitz. "Wir müssen uns fragen, wie lange ist es noch vertretbar, eine, wegen fehlenden Personals nur eingeschränkt leistungsfähige Feuerwehr zu unterhalten?" Wobei er dies nicht als Kritik an Ortswehrleiter Manfred Reuter und seinen Leuten verstehen wolle, vielmehr an den Gaschwitzer Bürgern, die sich offensichtlich noch immer nicht der Konsequenzen bewusst seien.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2014
Ulrike Witt

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