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Großes Wiedersehen am 8. September

Großes Wiedersehen am 8. September

Der Heimat- und Museumsverein Zwenkau und Umgebung möchte mit der Eythraer Lindenallee ein Stück Kulturgeschichte erhalten (die LVZ berichtete). Der Baumbestand ist ein Relikt der ehemaligen Parkanlage des Rittergutes Eythra.

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Gerhard Winter (rechts) und Wolfgang Pfeifer (Zweiter von links) mit ehemaligen Eythraern und Bösdorfern beim letzten Treffen 2008 vor der Stadthalle Zwenkau.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Das Dorf musste in den 1980er-Jahren dem Tagebau weichen. Zusammen mit dem 2002 ebenfalls auf Initiative des Heimatvereins wiedererrichteten Trianon gilt die Lindenallee als bedeutendes Gartendenkmal.

Mitte März haben die Vereinsmitglieder in einem ersten Arbeitseinsatz Schnittholz beräumt, am 14. April wird es einen weiteren geben. Ziel der Aktivitäten ist die Sicherung des Baumbestandes. Perspektivisch soll die Lindenallee, die einst das Eythraer Schloss und das Trianon verband, zur verlängerten Sichtachse zwischen Trianon und Zwenkauer See werden. Um dies zu erreichen, sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Zudem sollen Schautafeln und Sitzgruppen, sowie ein Gedenkstein für den verlorenen Ort Eythra aufgestellt werden.

Das Engagement des Heimatvereins dürfte besonders die ehemaligen Eythraer freuen. Am 8. September haben sie die Gelegenheit, sich über das Projekt vor Ort zu informieren. Denn dann findet ab 14 Uhr das dritte Wiedersehen der einstigen Eythraer und Bösdorfer in der Stadthalle Zwenkau statt. Organisiert wird das große Treffen von der Interessengemeinschaft Eythra-Bösdorf und dem Heimatverein Zwenkau. Seit Monaten treffen sich Gerhard Winter, Gunter Arndt, Gisela und Roland Händler, Thomas Wilken, Gisela Haustein, Harald Schmidt, Sabine Neidhardt und Helga Haucke sowie Wolfgang Pfeifer und Dietrich Wünschmann regelmäßig in der Heimatstube unterm Rathausdach. Schließlich soll das Wiedersehen ein Erfolg werden, so wie die Premiere 2004 und die zweite Auflage im Jahr 2008.

„Beim ersten Mal haben wir noch ein großes Programm vorbereitet. Doch das ist gar nicht notwendig. Die Leute wollen einfach miteinander schwatzen und Familienbilder anschauen – manche haben sogar ihr Klassentreffen auf diesen Tag gelegt. Denen reicht Musik und ein ordentliches Buffet“, erklärt Gerhard Winter von der IG Eythra-Bösdorf. Allerdings werde es das bewährte Rahmenprogramm mit Kremserfahrten zum Trianon und der „in Sanierung“ befindlichen Lindenallee wieder geben. Hinzu kommen diesmal Touren zum Zwenkauer Hafen und auf der MS „Santa Barbara“. Das dürfte für manch weit gereisten Eythraer – eine Frau hat es inzwischen nach Kentucky verschlagen, eine andere nach Bulgarien – eine Überraschung werden.

Wolfgang Pfeifer vom Heimatverein ist jedes Mal vom Zusammenhalt der Eythraer und Bösdorfer begeistert: „Das Miteinander bleibt über die Generationen erhalten. Das ist ganz erstaunlich.“ Er wünscht sich, dass der im Januar gestartete Spendenaufruf zum Erhalt der Lindenallee an diesem Tag auf fruchtbaren Boden fällt. Der Zwenkauer Ortschronist Dietrich Wünschmann hofft, dass er beim Wiedersehen Neues über das frühere Eythraer Schloss erfahren kann. „Das wäre ein guter Impuls für die weitere Forschungsarbeit“, so Wünschmann. Winter möchte derweil schon mal ein Dankeschön an die Stadtverwaltung loswerden: „Ohne die Unterstützung könnten wir so eine Veranstaltung gar nicht auf die Beine stellen.“

Der Kartenverkauf für das Treffen beginnt am Montag. Anlaufstellen sind in Zwenkau das Rathaus und das Konfektionshaus Pfeifer in der Leipziger Straße, die Gärtnerei Neidhardt in Zitzschen, der Friseursalon Keil in Knautnaundorf und das Komm-Haus in Grünau. Im Internet können sich Interessierte die Tickets zum Preis von fünf Euro unter www.eythra.de sichern.

Wer den Erhalt der Eythraer Lindenallee unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 034203 52431 an Wolfgang Pfeifer wenden. Spenden können unter Angabe des Verwendungszweckes „Lindenallee“ auf das Konto 1100140049 bei der Sparkasse Leipzig eingezahlt werden.

Ulrike Witt

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