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Großpösna: Gerangel ums alte Pflanzenschutzamt

Großpösna: Gerangel ums alte Pflanzenschutzamt

Großpösna. Der Schulhort in Großpösna platzt aus allen Nähten. Platz für einen Neubau hätte die Gemeinde schon - wenn da nicht die Bedingungen wären, die der Grundstückseigentümer Freistaat an den Kauf des Grundstücks knüpft.

Auf der Fläche des früheren Pflanzenschutzamtes nahe dem Ortskern möchte Großpösna auf Dauer einen Hort errichten.

Quelle: André Kempner

Im jüngsten Gemeinderat von Großpösna waren sich die Räte einig, dass sich die Gemeinde "irgendwie" das Grundstück des früheren Pflanzenschutzamtes hinter der Feuerwehr nahe dem Rittergut sichern sollte. Es sei zentrumsnah, am Schulweg gelegen, eine Bushaltestelle liege schräg gegenüber, die Schule nahebei - das Grundstück sei ideal als Vorbehaltsfläche für einen Neubau in Sachen Hort oder Kita, hieß es.

Die rund 3000 Quadratmeter Bauland mit ruinösem Baubestand hatte der Freistaat über seinen Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) zum Verkauf ausgeschrieben. Die Gemeinde hatte darauf beim Freistaat ihren Eigenbedarf erklärt, ein Konzept für den Hortneubau eingereicht. Das habe der Freistaat auch abgenickt, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos).

"Umso mehr haben uns dann die Bedingungen überrascht, die im Kaufvertrag formuliert wurden", erzählte sie den Räten. Die Gemeinde solle in das Höchstgebot von 125 000 Euro für das Grundstück eintreten, erläuterte sie. Die Gemeinde habe dabei eher vorgehabt, das Grundstück wie üblich nach dem Verkehrswert zu kaufen, was rund der Hälfte entspricht.

Noch ungewöhnlicher fanden die Gemeinderäte jedoch den Zinssatz von 7,5 Prozent, den die SIB laut Lantzsch erheben will für den Fall, dass nicht sofort mit dem Bau begonnen wird. Das wäre ein Mehrfaches von dem, was derzeit Banken als Guthabenzinsen ausgeben.

Dabei müsste doch gerade der Freistaat wissen, dass nicht von jetzt auf gleich mit einem Bau begonnen werden kann, meinten einige Räte. Der Grundstückserwerb sei doch der erste Schritt für einen Bau. Vom Abriss über Planung und Finanzierung bis zum Baurecht könnten locker zwei Jahre vergehen.

Die Gemeinderäte beauftragten dennoch Lantzsch, "irgendwie" das Grundstück zu sichern. Es sei zu wichtig für die Entwicklung von Großpösnas Ortszentrum. "Schon wegen des Schulweges können wir nicht zulassen, dass dort etwa ein Betrieb mit viel Lastwagenverkehr hinkommt", meinte Lantzsch.

Wenn alle Stricke reißen, feixte ein Gemeinderat, könne die Gemeinde die verwilderte Fläche auch immer noch zum Grünland umwidmen. "Dann kann die SIB auch gern das Grundstück verkaufen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2014
Jörg ter Vehn

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