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Großpösna: Kosten für Kinderbetreuung steigen weiter

Großpösna: Kosten für Kinderbetreuung steigen weiter

Großpösna. Die Betreuung der Kinder lässt sich die kleine Gemeinde Großpösna ganz schön was kosten. Und die Ausgaben steigen weiter - auch weil die weit unter dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlten Kita-Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mehr Geld erhalten sollen.

Um zehn Prozent sollen die Gehälter des pädagogischen Personals der Awo steigen. Die Awo habe zunehmend Schwierigkeiten, Personal zu finden und zu binden, erläuterte das Großpösnaer Rathaus seinen Gemeinderäten in einer Beschlussvorlage den Schritt. Jeweils um fünf Prozent soll es zum 1. September und zum 1. Januar 2016 beim Gehalt hoch gehen. Für 2015 entstehen dafür Mehrkosten in Höhe von 15 000 Euro. "Ab 2016 führt die Anpassung zu Mehrkosten von 90 000 Euro pro Jahr", rechnete die Verwaltung den Räten vor. Die stimmten zu. Zudem gaben sie grünes Licht, um den im Sächsischen Kitagesetz geänderten Betreuungsschlüssel von 1:13 auf 1:12,5 personell umzusetzen. Für Großpösna bedeutet dies gut eine halbe Stelle mehr. Die rund 5000 Euro Mehrkosten werden aufgefangen von der Erhöhung des Landeszuschusses um 75 Euro je Kind und Jahr, was eine Mehrsumme von 8975 Euro erbringt.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Betriebskosten der Kindereinrichtungen deutlich stärker gestiegen als die Zahl der betreuten Kinder. Waren 2004 noch 319 Kinder in Krippe, Kita, Hort und Tagespflege untergebracht, nahm die Zahl bis 2014 auf 448 zu - eine Steigerung um rund 40 Prozent, hat die Gemeinde errechnet. Die Gesamtkosten kletterten im gleichen Zeitraum jedoch von 1,2 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 1,9 Millionen im vergangenen Jahr. Ein Mehr von 65 Prozent laut Gemeinde. Tendenz nach den jüngsten Beschlüssen, auch zur Erweiterung der Kita Samenkorn um 36 Betreuungplätze: weiter steigend.

Zwar stiegen auch in Großpösna in den Vorjahren immer wieder die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung. Bei der Gesamtfinanzierung sind sie aber ein vergleichsweise kleinerer Posten. So nahm 2014 die Gemeinde 478 000 Euro Elternbeiträge ein. Sie zahlte selber in dem Jahr mit 830 000 Euro aber knapp das Doppelte, erhielt nochmal knapp 634 000 Euro vom Freistaat. Je Platz zahlten 2014 bei einer neunstündigen Krippenbetreuung die Eltern 169 Euro, die Gemeinde 495 und das Land 150 Euro. 814 Euro kostete ein voller Krippenplatz. Bei den Kosten für Kita (375,7 Euro) und Hort (219,8 Euro) war das Verhältnis aber etwas ausgewogener.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.07.2015
Jörg ter Vehn

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