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Markkleeberg Großpösna hat nächstes großes Neubaugebiet im Visier
Region Markkleeberg Großpösna hat nächstes großes Neubaugebiet im Visier
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08:00 25.11.2017
Die große Freifläche neben dem Pösna Park (l.) in Großpösna soll unter anderem mit barrierefreiem Wohnraum und Einfamilienhäusern bebaut werden. Quelle: Andre Kempner
Grosspösna

Östlich vom Pösna Park soll auf einer großen Freifläche ein neues Wohngebiet in Großpösna entstehen. Es wäre nach dem Baugebiet „Am Hopfenberg“ das zweite große innerörtliche. In Muckern ist zudem ein kleines dörfliches Baugebiet geplant.

Aktuell sei die Einwohnerzahl von Großpösna leicht rückläufig, erläuterte Bauamtsleiter Detlef Richter den Gemeinderäten diese Woche. „Es ist ja auch kaum neuer Wohnraum entstanden in den letzten Jahren“, erklärte er. Die Zahlen würden sich erst ändern, wenn die neuen Baugebiete greifen.

Wie berichtet, läuft derzeit „Am Hopfenberg“ mitten im Ort die Erschließung für ein Baugebiet mit rund 80 Einfamilienhäusern. Für Muckern nahe dem Störmthaler See billigten die Räte zudem einen überarbeiten Entwurf, der rund 15 neue Einfamilienhäuser am südwestlichen Ende des Dorfes vorsieht. Der Bebauungsplan will diese in einem Kleinsiedlungsgebiet mit rund 800 Quadratmeter großen Baugrundstücken dort ermöglichen. Der Plan muss nach seiner Überarbeitung erneut zur Anhörung ausgelegt werden, wird erst danach abgewogen und beschlossen. Für Muckern sei nach dieser Abrundung die Entwicklung aber erst mal vorbei, so Richter.

Seit Jahren verhandelt die Gemeinde jedoch über eine Bebauung der Freifläche östlich der Sepp-Verscht-Straße neben dem Pösna Park. Diese Woche stellte sich der Investor Matthias Kappis von der Kappis-Kopf-Gruppe aus Lahr nun den Gemeinderäten vor.

„Vor drei Jahren haben wir das erste Mal wegen der Freifläche angeklopft“, so Kappis. „Wir sind jetzt soweit, dass die Kaufverträge unterschriftsreif vorliegen.“ Seine Firma wolle im nördlichen Bereich der Fläche barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen errichten, eventuell auch einen Hort. Zur Erklärung hatte er die Beschreibung eines von der Firmengruppe erstellten „Generationenhauses“ in Rheinhausen im Breisgau mitgebracht. Dort waren zum Beispiel Kita und Pflegeheim in einem zweistöckigen Gebäude kombiniert worden.

Im südlichen Gebiet könnten Einfamilienhäuser entstehen, meint Kappis. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch sieht insgesamt in dem Gebiet auch Chancen für „Geschosswohnungsbau im kleineren Maßstab“. Auch mit einem Pflegeheimbetreiber seien sie im Gespräch, erläuterte Köpf.

Richter geht von zwei Jahren für das nahende Bebauungsplanverfahren aus. Viele Fragen seien noch zu klären, auch die zum Lärmschutz wegen des nahen Einkaufszentrum-Parkplatzes, sagte er.

Von Jörg ter Vehn

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