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Markkleeberg Großpösna investiert trotz knapper Kasse
Region Markkleeberg Großpösna investiert trotz knapper Kasse
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15:16 19.05.2015
Wo jetzt die Straße nach Oelzschau einmündet und künftig die Straße nach Störmthal auf die neue Umgehungsstraße trifft, soll ab 2015 der neue Großparkplatz für den Störmthaler See entstehen. Quelle: André Kempner

Dabei hat die Gemeinde noch Glück und Dank guter Einnahmen ein deutliches Plus im gerade abgeschlossenen Rechnungsjahr 2012 erwirtschaftet.

Rund 600 000 Euro mehr Einnahmen als erwartet habe es 2012 gegebene, fasste Ackermann bei der Vorstellung der Jahresrechnung zusammen. Mit 471 000 Euro entfalle der Großteil dabei auf ein Plus bei den Gewerbesteuern, aber auch die Umlage der Einkommensteuern sei um 67 000 Euro besser ausgefallen als erwartet, hieß es. Alles in allem habe die Gemeinde so rund 800 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenhaushalt überführen können. Gut 1,1 Millionen Euro seien der allgemeinen Rücklage zugeführt worden, die mit 2,46 Millionen Euro in dem Jahr damit "so hoch wie noch nie" ausgefallen sei, erklärte Ackermann. Insgesamt 3,3 Millionen Euro Schulden und damit rechnerisch 630, 69 Euro pro Kopf stehen dem entgegen. "Damit liegen wir im Limit", sagte Ackermann. Erst ab rund 850 Euro pro Bürger sei mit Sanktionen seitens des Kreises zu rechnen.

Die Sprünge bei den Gewerbesteuereinnahmen, die zu besten Zeiten 2010 schon mal 2,6 Millionen Euro betrugen und 2012 noch 1,9 Millionen Euro umfassten, seien für alle schwer verständlich, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Auf Einwände der Gemeinderäte, die eine einfachere Darstellung des Etats und seiner Entwicklung wünschten, kündigte sie an, künftig Kennzahlen herauszuarbeiten.

Lantzsch mahnte zur absoluten Sparsamkeit. Das betreffe alle Ausgaben, "von der Kita bis zur Feuerwehr", sagte sie. Trotzdem werde bei der Finanzplanung bis 2017 die Rücklage abschmelzen auf 507 000 Euro, rechnete Ackermann vor. Problem: Ab dem Jahr müssen noch zusätzlich Abschreibungen auf das Gemeindevermögen eingeplant werden.

Etliche Investitionen will Großpösna trotzdem vornehmen. Von kleineren Ausgaben für neue Büromöbel im Bauamt (5000 Euro) und der Einrichtung des neuen Infopoints im Rittergut (2000 Euro) bis zum Neubau der Kita in Störmthal, der ab 2016 mit etwa 160 000 Euro zu Buche schlagen soll, und dem neuen Großparkplatz am Störmthaler See ab 2015 mit rund 180 000 Euro Gemeindeanteil reicht das Spektrum. Für letztere Maßnahme, die nach aktuellem Stand rund 140 Parkplätze nahe dem alten Aussichtspunkt Störmthal an der Einmündung zur neuen Umgehungsstraße schaffen soll, entschied der Gemeinderat, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Der Entwurf des Finanzplans enthält auch kurzfristige Investitionen, eine gute halbe Million Euro benötigt Großpösna allein 2014 dafür. Der Abriss von Kuhstall und Verwalterhaus neben dem Schloss Störmthal ist als Vorjahresmaßnahme darin ebenso enthalten wie neue Ausstattungen für den Bauhof, eine Klimaanlage fürs Standesamt, der Bau der Konsumgasse Störmthal, der Wiesenstraße und der Waldstraße. Weitere Maßnahmen zur Erschließung der Magdeborner Halbinsel, zum Wegebau am See und für den Bau von Schiffsanlegern stehen am Störmthaler See bevor. Aber auch für den Umbau der Auenhainer Straße, für den das Planfeststellungsverfahren laufe, müsse Geld bereitgelegt werden, erklärte Lantzsch. Nicht zuletzt will sie nach der laufenden Entschlammung der Teiche bald auch den Umbau der Teichstraße voranbringen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2013
Jörg ter Vehn

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