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Markkleeberg Großpösna könnte Modell für mehr sein
Region Markkleeberg Großpösna könnte Modell für mehr sein
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14:03 19.05.2015
Visite mit Fototermin: Stanislaw Tillich am Ruder der MS Störmthal vor dem Ferienresort Lagovida mit den Investoren Andreas Hipp (links) und Rüdiger Renno. Quelle: André Kempner

Große Statements gab es nicht. Von seinem Besuch blieb trotzdem etwas hängen.

Mittags gab es Bison von der Markkleeberger See-Weide im Restaurant Seeperle in Auenhain. Mit Repräsentanten und mehr als 40 Unternehmern der Region. Danach ging es ins fast fertige Ferienresort Lagovida. Skipper Hartmut Schädlich und seine Crew der MS Störmthal nahmen den Landesvater gleich von der dortigen Marina mit auf den Störmthaler See. Leise tuckerte der Sechs-Zylinder von Mercedes mit seinen hundert Pferdestärken, schob den ehemaligen holländischen Traditionsegler auch ohne Stoff am Wind einmal rund um Lagovida herum. Tillich am Ruder, Tillich an der Reling, Tillich mit Blick auf, Tillich im Gespräch mit - die Kameras surrten vor Freude.

Als Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch das Gespräch auf die Rahmenvereinbarung für den See brachte, wurde es ernst. Wie berichtet, hatten die bundeseigenen Tagebausanierer der LMBV nach Inbetriebnahme des Gewässers überraschend jedes weitere motorgetriebene Boot auf dem See untersagt aus Angst vor Folgeschäden etwa an den Böschungen. Die Gemeinde sprang in die Bresche, um eine Nutzung des Sees zu ermöglichen und die Investoren zu unterstützen, nimmt der LMBV die Haftung für Schäden durch motorgetriebene Boote ab. Für ein Jahr gelte der Vertrag, so Lantzsch. "Wie geht es dann weiter?", fragte sie Richtung Tillich. Bekanntlich hatte der Freistaat 2008 mit den LMBV beschlossen, fertiggestellte Tagebauseen in sein Eigentum und damit seine Haftung zu übernehmen.

Tillich erklärte, dass er angesichts von Rutschungen an Seen noch im Vorjahr oder davor wie in Nachterstedt als Freistaat nicht die Seen und die Haftung für Schäden übernehmen werde, wie es die LMBV derzeit wolle.

Dreh- und Angelpunkt sind dabei Bergschäden wie etwa Rutschungen. Die sind auch im Großpösnaer Vertrag mit den LMBV ausdrücklich ausgenommen, wie sich Dietrich Gökelmann, Präsident der Landesdirektion Sachsen, bei Lantzsch vergewisserte. Er wolle sich nun diesen Vertrag auch im Hinblick auf seine Gespräche mit den LMBV genau anschauen. Denn da scheine ja mehr möglich, als die LMBV bislang zu verhandeln bereit gewesen seien.

Landrat Gerhard Gey (CDU) machte sich dafür stark, alle für Genehmigungsverfahren an den Seen beteiligten Ämter an einen Tisch zu holen und die Zuständigkeiten zu klären. Er könne immer noch nicht nachvollziehen, wie es zu dem Fall am Vineta-Bistro kommen konnte. Wie berichtet, hatte der dortige Investor Rüdiger Pusch auf Empfehlung der obersten Wasserbehörde in Dresden ein Schiff angeschafft. Geys Landratsamt untersagte aber den Betrieb, wegen des angeblich falschen Motors. Gey gestern: "Das müssen wir klären."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2014
Jörg ter Vehn

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