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Markkleeberg Großpösna plant viele kleine Maßnahmen in diesem Jahr
Region Markkleeberg Großpösna plant viele kleine Maßnahmen in diesem Jahr
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08:00 01.03.2017
Im Botanischen Garten im Oberholz ist das alte Blockhaus zu sanieren. Dach und Wände sind vorerst vorgesehen. Quelle: Foto: André Kempner
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Grosspösna

Eine ganze Reihe von kleineren Bauprojekten plant Großpösna im laufenden Jahr. Am Montagabend verabschiedeten die Gemeinderäte einstimmig den Etat dafür.

Mit einem Ergebnis von 8,6 Millionen Euro sei er gut eine halbe Million Euro größer als das vorjährige Paket, erläuterte Kämmerin Rita Ackermann den Räten. Wichtigste Änderung: Großpösna erwarte wieder eine Schlüsselzuweisung vom Land in Höhe von knapp 360 000 Euro, nachdem es wegen guter Steuereinnahmen im Vorjahr sogar 115 000 Euro an den Freistaat abführen musste. Dennoch werde die Gemeinde das Jahr wohl mit einem Minus von 465 000 Euro abschließen, erläuterte sie. Wie berichtet, drücken alle Kommunen die Kosten für die Abschreibungen. In Großpösna sind das in diesem Jahr über zwei Millionen Euro.

Höhere Kosten für Unterhaltsmaßnahem plant Großpösna in diesem Jahr ebenso mit ein:

- Rund 40 000 Euro sollen in die Sanierung der Scheune am Lazarett-Museum Seifertshain fließen. An dem Lehmbau spüle es die Wände weg, wenn nicht bald etwas unternommen werde, sagte Ackermann.

– Rund 75 000 Euro sind für die Sanierung des Blockhauses im Botanischen Garten vorgesehen. Dach und Wände sollen gemacht werden, dafür soll wie bei der Lazarett-Scheune Leader-Fördergeld eingeworben werden.

– Für rund 33 000 Euro solle zudem die alte Ölheizung in der Kita Hummelburg auf eine moderne umgestellt werden.

– 10 000 Euro sind für die weitere Sanierung der Friedhofsmauer in Seifertshain eingeplant.

Die Kitakosten würden gegenüber dem Vorjahr um weitere 160 000 Euro steigen, erklärte Ackermann. Seit 2011 habe sich der Gemeindeanteil fast verdoppelt, betrage nun 1,86 Millionen Euro.

Für investive Maßnahmen sieht der Haushalt in diesem Jahr gut zwei Millionen Euro vor. So sind für den weiteren Ausbau der Störmthaler Ortsdurchfahrt 2,2 Millionen Euro bis 2018 eingestellt, Fördergelder werden dazu erwartet. Begonnen hat ebenso bereits der Umbau der Auenhainer Straße in Güldengossa, wo die Gemeinde für die Gehwege und die Straßenbeleuchtung bis 2019 gut 160 000 Euro aufbringen muss. Geplant ist ebenso der grundhafte Ausbau der Straße „Am Berge“, eine der letzten drei Wege mit sandgeschlämmter Schotterdecke in Großpösna. 108 000 Euro Kosten sind geplant, Fördergelder in Aussicht.

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) hoffte, dass die beantragten Fördergelder auch wie geplant fließen, um die Maßnahmen umsetzen zu können. Sie betonte insbesondere die Sanierung im Botanischen Garten, wo es Dank des Engagements der Mitarbeiter steigende Nutzerzahlen gebe, vor allem durch Schulklassen. Jetzt gehe es darum, für alle auch vernünftige Bedingungen zu schaffen.

Für Verwirrung sorgte ein Einwurf von Horst Schreiber (FDP) zu den im Haushalts-Vorbericht benannten Plänen der Gemeinde für altersgerechtes Wohnen gegenüber vom Pösna Park. Darüber sei noch nicht im Gemeinderat entschieden, forderte er mehr Informationen. Lantzsch erwiderte, die grundsätzliche Idee sei im Entwicklungskonzept Großpösnas besprochen worden, die Verhandlungen liefen erst an. „Da wird nichts passieren ohne den Gemeinderat“, versicherte sie.

Von Jörg ter Vehn

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