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Markkleeberg Großpösna soll Polizeiposten wiederbekommen
Region Markkleeberg Großpösna soll Polizeiposten wiederbekommen
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14:05 19.05.2015

"Frau Lantzsch, geben Sie mir ein Zimmer in der Gemeinde, und Sie bekommen Ihren Polizisten wieder", versprach er Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch.

Dem Versprechen ging eine lange Debatte zum Thema "Wie begegnen wir der wachsenden Einbruchs- und Diebstahlskriminalität in Betrieben unserer Region" voraus. Zu Wort meldeten sich zahlreiche Unternehmer aus dem Gemeindegebiet, die berichteten, in den vergangenen Jahren verstärkt bestohlen worden zu sein. "Wir haben in den vergangenen drei Jahren einen Schaden von mehr als 30 000 Euro erlitten", erklärte Elektromeister Heinz Schreiber. Bei den Tätern handele es sich schon lange nicht mehr um einzelne Personen, sondern um Banden, "die aus Fachleuten bestehen". Das bestätigte auch Oberstaatsanwältin Beate Herber: "Die organisierte Kriminalität nimmt zu." Vor allem auf Baustellen seien vermehrt Banden unterwegs, sogar von Kränen würden Teile abmontiert. Merbitz konnte den Unternehmern keine Entwarnung geben. "Die Zahlen steigen leider weiter." Beliebte Materialien bei Langfingern seien Kupfer, Baumaschinen und Kraftstoffe. Sowohl er als auch Benjamin Karabinski, Innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, forderten daher die Aufstockung von Personal bei Polizei und Justiz.

Steffen Schibille von der in Großpösna ansässigen Firma IT-Service Leipzig erklärte, er habe schon lange keine Streifenwagen mehr in der Gemeinde gesehen. "Wir versuchen, uns mit Alarmanlagen und Videoüberwachung zu schützen, viele Unternehmer schlafen an den Wochenenden gar in den Betrieben", betonte er. Für Karabinski ein deutlicher Beweis dafür, "dass es ein Fehler war, Polizeistandorte aufzugeben". Das bemängelte auch Lantzsch. Bis März 2008 gab es in Großpösna einen Polizeiposten, der aber wegfiel. Zudem forderte sie, dass die Polizei nicht zu jedem kleinen Auffahrunfall geschickt werden dürfe. "Das bindet Polizisten, die wir hier nötiger bräuchten." Zu überlegen sei außerdem, wer von Polizei und Ordnungsamt welche Aufgaben effektiver übernehmen könne. Für Lantzsch wäre es schon sinnvoll, wenn zum Highfield-Festival nur die Hälfte der bisher eingesetzten Polizisten käme.

Olaf Kleinig aus dem Gewerbegebiet Störmthal kam dennoch zu dem Schluss, "dass wir uns selbst um einen Sicherheitsdienst kümmern müssen". Er vertraue nicht darauf, dass sich die Situation in den kommenden Jahren deutlich bessern werde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.06.2014
Julia Tonne

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