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Großpösna will bauen lassen – 88 neue Wohneinheiten im Ort geplant

Gemeinderäte dafür Großpösna will bauen lassen – 88 neue Wohneinheiten im Ort geplant

Den Weg aufgetan zu zwei neuen Baugebieten mit bis zu 103 Wohneinheiten hat der Gemeinderat von Großpösna am Montagabend.

Viel Platz: Insgesamt bis zu 88 Wohneinheiten sollen auf einem freien Feld in Großpösna gebaut werden. Die Gemeinderäte billigten die Pläne, die nun zur Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt werden sollen.

Quelle: Kempner

Großpösna. Den Weg aufgetan zu zwei neuen Baugebieten hat der Gemeinderat von Großpösna am Montagabend. So sollen im innerörtlichen Baugebiet „Am Hopfenberg“ nördlich der Seitenstraße und westlich des Grenzweges bis zu 88 Wohneinheiten neu entstehen. Und in Dreiskau-Muckern sind im Südwesten von Muckern 15 Bauplätze für Eigenheime vorgesehen.

Die Pläne sind unterschiedlich weit gediehen. Während es sich in Muckern um einen Vorentwurf handelt, der weitgehend mit dem Ortschaftsrat abgestimmt ist und nun frühzeitig ausgelegt werden soll, wurde der Planentwurf am „Am Hopfenberg" formell vom Gemeinderat gebilligt. Nach der Auslegung der Unterlagen vom 8. Februar bis 11. März, dem Auswerten der Öffentlichkeitsbeteiligung und dem Abwägen der Einwände auch aus der Bürgerschaft könnte der Plan vom Gemeinderat als Satzung beschlossen werden und Rechtskraft erlangen.

Entsprechend groß war am Montagabend das Interesse in Großpösna. Der Ratssaal hatte kaum genug Stühle für die vielen Bürger, die als Nachbarn des künftigen Wohngebietes wissen wollten, was vor ihrer Haustür beschlossen wird.

So sieht der städtebauliche Entwurf aus

So sieht der städtebauliche Entwurf aus.

Quelle: Brenner Ingenieure

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) erklärte eingangs den langen Weg und die jahrelange Vorgeschichte des Baugebietes. Seit rund eineinhalb Jahren habe nun ein neuer Investor die Flächen erworben und treibe die Pläne voran. Wegen intensiver Diskussionen sei das Vorhaben seit der letzten Ratssitzung Ende November überarbeitet, danach in zwei Sitzungen des Technischen Ausschusses erneut beraten worden.

Die Gemeinde wisse um die Probleme mit dem Oberflächenwasser in dem Gebiet, habe daher zum Beispiel mit einer Grünflächenzahl von 0,3 auf dem Großteil des Baugebietes nur wenig Versiegelung der Grundstücke erlaubt. Zudem müssten auf jedem Grundstück zwei Stellplätze entstehen und weiterhin über 50 öffentliche Parkplätze im Verkehrsraum vom Investor geschaffen werden, um ein Parkplatzproblem zu verhindern, erläuterte Lantzsch. Einzel– und Doppelhäuser seien im Baugebiet erlaubt, dazu im Südosten des Plangebietes bis zu drei Mehrfamilienhäuser. Die Firsthöhe dürfe zehn Meter nicht überschreiten, die maximale Traufhöhe betrage 6,50 Meter.

Ein Verkehrsgutachter erläuterte den Räten und Gästen, dass mit den 88 Wohneinheiten rund 400 Fahrten pro Tag im Viertel neu generiert würden. Angesichts der aktuell sehr geringen Verkehrsbelastung der angrenzenden Straßen und Kreuzungen sagte er zwar eine Mehrbelastung voraus, aber keine unzumutbare. Einzelne Gemeinderäte mochten seinen Ausführungen nicht folgen, kritisierten die Zahlen wie Heinz Schreiber (FDP) als „schön gerechnet“, der Gutachter betonte jedoch, die Berechnungen beruhten auf Erfahrungen und Befragungen aus dem Landkreis Leipzig. Lantzsch nahm die Kritik entgegen und versprach, dass sich die Gemeinde etwa beim Bau des Kita-Parkplatzes an der Fuchshainer-/Seifertshainer Straße beeilen wolle, um neuralgische Punkte zu entschärfen. Bei zwei Nein- und zwölf Ja-Stimmen wurde der Beschluss gefasst.

In Muckern sind als westliche Ortsabrundung 15 Eigenheime in lockerer Bebauung geplant. Die Grundstücke dafür seien 800 Quadratmeter und größer, westlich um die neue Bebauung herum führe ein Grünzug, hieß es. Bei den bis zu zweigeschossigen Bauten müssten die Vorgaben der Gestaltungssatzung von Dreiskau-Muckern eingehalten werden. Einstimmig votierten die Räte dafür.

Von Jörg ter Vehn

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