Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Großpösna will schnelles Glasfaser-Netz
Region Markkleeberg Großpösna will schnelles Glasfaser-Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:18 16.01.2019
Projektmanager Andreas Dankert, Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch und Regionalmanager Michael Kölling (v.l.) unterzeichnen Ende November den Kooperationsvertrag. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Grosspösna

Der Gemeinderat Großpösna stimmte dafür und Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) treibt es voran: In der Gemeinde Großpösna soll bald überall superschnelles Internet per Glasfasernetz zur Verfügung stehen. Dafür wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser Holding GmbH (DG) unterzeichnet. Die Bautätigkeit der aus dem nordrhein-westfälischen Borken stammende Firma wird wohlwollend begleitet und zudem erhält die DG Unterstützung bei der am Sonnabend gestarteten Haushaltsbefragung.

Erst wenn sich bis zum 8. April mindestens 40 Prozent der Einwohner bereit erklären, sich an das schnelle Netz der DG für zunächst zwei Jahre vertraglich zu binden, wird der Ausbau gestartet – ohne zusätzliche Anschlusskosten für diese Bewohner und ohne Kosten für die Gemeinde. „Jeder Haushalt bekommt seinen Glasfaseranschluss, sodass unabhängig von der Nutzungsintensität der Nachbarn permanent die maximale Geschwindigkeit zur Verfügung steht“, sagte bei der Vertragsunterzeichnung Projektmanager Andreas Dankert von der DG. Je nach Vertrag können dann ab 200 und bis zu 1000 Mbit/s Download-Geschwindigkeiten angeboten werden.

Telekom widerspricht Bürgermeisterin

Als voriges Jahr im Gemeinderat das Projekt von einem DG-Vertreter vorgestellt wurde, hatte im Anschluss Lantzsch dessen Befürwortung auch damit begründet, dass die Telekom im Ort noch auf die veraltete und inzwischen vielfach kritisierte Glasfaser-Kupfer-Variante (Vectoring) gesetzt hatte und so in der Regel maximal 50 Mbit/s anliegen würden. Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner bezeichnete gegenüber der LVZ Lantzschs Aussage als „fake news“ und fuhr fort: „Bürgermeisterin Dr. Lantzsch sollte es besser wissen, da wir sie im Detail über unseren Ausbau aufgeklärt hatten. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit diesen falschen Angaben einem bestimmten politischen Ziel zum Durchbruch verholfen werden soll.“ Im Detail könnten von den fast 2400 Haushalten, die die Telekom im Ortsnetz Großpösna mit Eigenmitteln und ohne Steuermittel ausgebaut habe, rund 2000 Haushalte Bandbreiten von 100 bis 250 MBit/s in Anspruch nehmen.

Vectoring mit Schwächen

Zufallsstichproben mit dem Telekom-Verfügbarkeitstest bei im Dorf verteilten zehn Adressen ergaben, dass einmal 250 Mbit/s, einmal 175 Mbit/s, fünfmal 100 Mbit/s und dreimal 50 Mbit/s als Downloadgeschwindigkeiten angegeben wurden. Nicht berücksichtigt dabei ist allerdings die technische Einschränkung, dass beim Vectoring die Bandbreite mit zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten und gleichzeitiger intensiver Netznutzung der Nachbarn oder Mitbewohner spürbar sinkt und dann die von Lantzsch genannte Bandbreite oder gar weniger für diese Nutzer wahrscheinlich ist.

Darüber, über Glasfaser, über das Ausbau-Vorhaben und die Kosten wird am Mittwoch, 16.1. in einer Einwohnerversammlung informiert. Diese beginnt 18.30 Uhr im Bürger- und Vereinshaus, Im Rittergut.

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit Steffen Fischer beginnt der Ausstellungsreigen des Jahres 2019 im Weißen Haus. Der Künstler aus Dürrröhrsdorf bei Dresden zeigt Ausschnitte aus vier Themenzyklen seines Schaffens, die sich auf mythische Erzählungen, als auch auf konkrete Ereignisse gegenwärtiger Realität beziehen. Die Vernissage ist am Donnerstag um 19 Uhr.

16.01.2019

In Zeiten des Fachkräftemangels kann der Landkreis Leipzig in diesem Jahr Projekte von 300.000 Euro fördern. Diese Summe stellt das sächsische Arbeitsministerium der Region zur Verfügung.

15.01.2019

Den ruhigen Schlaf einer Zwenkauer Familie haben Einbrecher für einen ziemlich großen Coup genutzt. Autos, Geld und Telefone verschwanden aus dem Haus der Familie – die davon nichts mitbekam.

14.01.2019