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Großpösnas Bilanz füllt ganze 60 Aktenordner

Mammutaufgabe Großpösnas Bilanz füllt ganze 60 Aktenordner

Acht Jahre haben Erfassung und Bewertung gedauert, nun liegt eine komplette Übersicht über das feste und bewegliche Vermögen von Großpösna vor. Eine Mammutaufgabe, auch in einer 5500-Einwohner-Gemeinde.

37 kommunale Gebäude wie hier die Gemeindeverwaltung im alten Rittergut mussten für die Eröffnungsbilanz bewertet werden.

Quelle: Andre Kempner

Grosspösna. Acht Jahre haben Erfassung und Bewertung gedauert, nun liegt eine komplette Übersicht über das feste und bewegliche Vermögen von Großpösna vor. Eine Mammutaufgabe, auch in einer 5500-Einwohner-Gemeinde.

Am Montag soll die so genannte Eröffnungsbilanz den Gemeinderäten vorgelegt werden. Wie berichtet, wird sie vom Freistaat verlangt als Grundlage der inzwischen vorgeschriebenen doppischen Buchführung. Der Aufwand ist riesig, noch nicht viele Gemeinden im Kreis haben das Papier fertigstellen können.

„Wir hätten nicht gedacht, dass es so lange dauert“, erzählt Kämmerin Rita Ackermann. „Aber das Paket war so groß, auch die Grundlagen mussten wir uns selbst erarbeiten, parallel die Mitarbeiter schulen, – und ’nebenbei’ unsere normale Arbeit auch noch erledigen“, erzählt sie.

973 Grundstücke auf 13 Gemarkungen mussten bewertet, 106 Straßen in 870 Abschnitten abgefahren, jeder Einlauf, jede Lampe gezählt und erfasst werden. 41 Brücken und Durchlässe galt es buchhalterisch zu erfassen, von 37 kommunalen Gebäuden mit der Gemeindeverwaltung im Rittergut an der Spitze mussten die Herstellungskosten ermittelt und der aktuelle Wert errechnet werden. Dazu kamen noch 1150 Inventargüter des beweglichen Vermögens wie Schreibtische und Schränke, die seitdem einen Aufkleber auf der Unterseite tragen. Damit nicht jeder Kugelschreiber gezählt werden musste, war erst ab einem Einzelwert von 150 Euro erfasst worden.

„Das Aufwändigste war wohl die Belegsuche im Archiv“, erzählt Mitarbeiterin Alexandra Rensmann. Alle Unterlagen zu Anschaffung und Bau seien herausgesucht worden für die notwendige Dokumentation zur Bilanz. Kein Wunder, dass diese inzwischen ganze Schränke füllt. „Es sind rund 60 Aktenordner“, erzählt Rensmann.

Allein für das Infrastrukturvermögen der Gemeinde errechnete die Kämmerei einen Wert von 17 Millionen Euro, die Straßen bilden mit 13,7 Millionen Euro den größten Teil davon. Insgesamt steht eine Bilanzsumme von rund 37 Millionen zu Buche – vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinderäte zu dem Papier. Am Montagabend ab 18 Uhr treffen sich die Gemeindevertreter im Ratssaal, um über die Eröffnungsbilanz zu beraten und zu befinden. Bei einer Zustimmung ginge das Papier dann noch zur überörtlichen Rechnungsprüfung, sagt Ackermann.

Von Jörg ter Vehn

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