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Markkleeberg Großpösnas Bürgerhaus wird barrierefrei und größer
Region Markkleeberg Großpösnas Bürgerhaus wird barrierefrei und größer
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07:01 27.09.2018
Das Bürger- und Vereinshaus Großpösna wird modernisiert. Quelle: Foto: André Kempner
Grosspösna

Nach 20 Jahren intensiver Nutzung muss am Bürger- und Vereinshaus in Großpösna einiges passieren. Doch es sollen nicht nur Mängel abgestellt werden, sondern das Gebäude wird auch erweitert und barrierefrei.

Haus wird top genutzt

Wenn etwas gut ausgelastet ist, dann heißt es gemeinhin „der Laden brummt“. Das kann vom Bürger- und Vereinshaus Großpösna mit Recht behauptet werden. Oder wie Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) es formulierte: „Das Haus ist voll, es wird top genutzt.“ Aber nach zwei Jahrzehnten entspricht vieles nicht mehr den heutigen Anforderungen und Erwartungen. „In dem Haus erinnert doch alles ans vorige Jahrhundert“, sagte Gemeinderat Thomas Fröhlich (SPD). Ratskollege Jörg Stephani (CDU) bestätigte prompt: „Es ist ja auch im vorigen Jahrhundert gebaut worden.“ Der Bauingenieur hatte mit seinem Büro den Umbau geplant und nahm dann auch wegen Befangenheit an der Abstimmung über das Projekt nicht teil. Zuvor allerdings erläuterte er, was geplant ist.

Platz für zusätzliche Etage soll entstehen

So soll das Vereinshaus auf der Südseite einen Anbau erhalten, in dem ein 2,50 mal 1,50 Meter großer Aufzug untergebracht wird. Außerdem sind dort Lagerräume für Tische, Stühle und weitere, für Veranstaltungen notwendige Utensilien vorgesehen. In der im Vereinshaus gleichfalls untergebrachten hohen Mehrzweckhalle, die von Vereinen gern für Kultur- und Sportveranstaltungen genutzt wird, soll Platz für eine zusätzliche Etage geschaffen werden. Auch diese ist dann für die Unterbringung zum Beispiel von Geräten für den Schulsport oder Tische und Stühle vorgesehen.

Ehrenamtliche haben viel Aufwand

„Eine unheimlich geniale Idee, dem können wir nur zustimmen“, lobte Fröhlich die Planungen. Er ist zugleich Vorsitzender des regen Kuhstallvereins und weiß, wie aufwendig für die Ehrenamtlichen bei Veranstaltungen die Herumschlepperei von Tischen und Stühlen durch das Treppenhaus ist. Nach dem Umbau könnte alles vor Ort lagern und müsste nur per Aufzug an Ort und Stelle transportiert werden.

Komplettsanierung des Sanitärbereichs

Doch zum geplanten Umbau gehört noch mehr. Die Sanitär- und Umkleideräume sollen komplett saniert werden. Im oberen Bereich werden zudem eine Damen- und Herrentoilette für die Bürgerstube eingebaut. Und der Erdgeschoss-Zugang wird so verändert, dass die dortigen Toiletten ohne den Gang durch Umkleideräume zugänglich werden. Außerdem erhält das Erdgeschoss im neuen Anbau eine behindertengerechte Toilette. Generell kann dann das Bürger- und Vereinshaus nach dem Umbau dank des Aufzuges als barrierefrei bezeichnet werden. „Ohne diese Eigenschaft würden wir wohl keine Baugenehmigung erhalten. Aber wenn wir das Haus schon anfassen, dann nicht nur wegen der Barrierefreiheit, sondern richtig“, sagte Lantzsch.

Nutzeranliegen aufgegriffen

In die Pläne flossen zahlreichen Anregungen der Nutzer mit ein. Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Kosten für diese Baumaßnahme auf circa 1,2 Millionen Euro. In der Abstimmung zu den vorgestellten Plänen votierten alle Gemeinderäte dafür, nun den entsprechenden Bauantrag zu stellen. Als Ziel wurde ausgegeben, bis Jahresende oder spätestens Anfang Januar eine Baugenehmigung in den Händen zu halten. Das wiederum sei Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln. „Wenn das Windhundrennen um die Fördermittel losgeht, muss die Baugenehmigung vorliegen“, begründete Lantzsch die Eile.

Von Olaf Barth

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