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Markkleeberg Großpösnas Gemeindekasse leert sich: "Wir leben von der Substanz"
Region Markkleeberg Großpösnas Gemeindekasse leert sich: "Wir leben von der Substanz"
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14:34 19.05.2015

Kämmerin Rita Ackermann warnte denn auch vor der Entwicklung.

"Wir leben von der Substanz", sagte die Chefin der Gemeindekasse. Zwar erwirtschafte Großpösna gut 49 000 Euro aus seiner laufenden Verwaltungstätigkeit, der Finanzierungsbedarf in diesem Jahr betrage durch die verschiedenen Investitionen jedoch rund 440 000 Euro. Dieser Bedarf könne jedoch auch in den nächsten Jahren voraussichtlich noch aus der Rücklage der Gemeinde entnommen werden. Bis 2017 soll die Reserve von jetzt 2,4 Millionen Euro auf dann noch 1,1 Millionen Euro abschmelzen.

Das Gesamtergebnis des Haushalts werde in diesem Jahr mit einem Minus von rund 87 000 Euro abschließen, so Ackermann. Im Vorjahr hatte es noch ein Plus von 359 000 Euro gegeben. Da waren allerdings auch noch keine Abschreibungen auf das Vermögen der Gemeinde eingerechnet gewesen. In diesem Jahr seien zwar auch noch nicht alle Daten etwa der Straßen, der Beleuchtung und der Brücken und Durchlässe erfasst, so Ackermann, und die Abschreibungen basierten teilweise auf Schätzungen. Aber mit 983 000 Euro ist bereits in großer Batzen im Etat berücksichtigt. Ziel der Gemeinde sei, bis 2016 auch den Ergebnishaushalt auszugleichen, sagte Ackermann. Ob das angesichts der Regelungen im Freistaat gelinge, sei allerdings noch unklar.

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) meinte, dass Großpösna nicht alleine solche Probleme habe. Aus Gesprächen und Treffen mit anderen Bürgermeistern wisse sie, dass nahezu alle diese Sorgen hätten. "Und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Freistaat ab 2016 alle seine Gemeinden in die Haushaltskonsolidierung schicken will", hoffte sie auf ein Einlenken in Dresden.

Der Gesamtbetrag des Etats in diesem Jahr sieht bei knapp sieben Millionen Einnahmen gut 7,2 Millionen Euro Aufwendungen vor. Durch Grundstücksverkäufe als außerordentliche Erträge schmilzt das Minus auf 87 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt zum Jahresende 552 Euro.

Als wesentliche Investitionen nannte Ackermann in diesem Jahr die Weiterführung der Konsumgasse in Störmthal (43 000 Euro), den Straßenbau in der Teichstraße (250 000 Euro, davon 164 000 Euro Zuschuss), die Straßenbeleuchtung dort (32 500 Euro, davon 22 000 Euro Zuwendung) und den Straßenbau am Parkplatz Störmthal Süd (60 000 Euro).

Die weitere Erschließung der Grunaer Bucht auf der Magdeborner Halbinsel schlägt mit gut einer Million Euro (990 000 Euro Zuschuss) zu Buche. Der Wegebau dort (40 000 Euro), der Schiffsanleger im Hafen (94 000 Euro) und die Erschließung des nördlichen B-Plan-Bereiches (99 000) sind weitere Positionen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014
Jörg ter Vehn

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