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Markkleeberg Großstädtelner Hort braucht einen Anbau
Region Markkleeberg Großstädtelner Hort braucht einen Anbau
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16:06 19.05.2015
Das Hortgebäude in der Straße Alte Ziegelei wurde erst im September 2008 übergeben. Doch die 150 Plätze reichen längst nicht mehr aus. Quelle: André Kempner

Dabei steht das Hortgebäude gerade mal fünf Jahre.

"Der Hort ist doch noch ziemlich neu. Haben wir damals falsch geplant?" Das wollte CDU-Stadtrat Karlheinz Eichler in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause von Sozialamtsleiter Wolfgang Heinze wissen. "Aus heutiger Sicht ja", meinte der 64-Jährige, die zugrunde liegende Kitabedarfsplanung aus den Jahren 2005/06 habe eine solch rasante Steigerung der Schülerzahlen und des Wunsches nach Hortbetreuung aber nicht erkennen lassen.

Schon in den vergangenen beiden Schuljahren brauchte die Stadt Markkleeberg eine extra Betriebserlaubnis um alle Schüler, deren Eltern es wollten, zentral im neuen Großstädtelner Hort unterzubringen. Wie Heinze erklärt, besuchen 95 Prozent der Erst- bis Viertklässler, die in der Grundschule Alte Straße lernen, den Hort. Und deren Zahl steigt von Schuljahr zu Schuljahr, weil es immer mehr junge Familien nach Markkleeberg zieht. Am Montag werden 184 Kinder in Großstädteln ins neue Schuljahr starten, voraussichtlich 177 davon werden im Hort betreut. Dabei ist die Schule, die einzige in der Großen Kreisstadt, die noch nicht modernisiert worden ist.

Indes die Planungen für die Sanierung des alten Schulgebäudes und einen modernen Anbau zur Hauptstraße hin seien bereits weit fortgeschritten, so Heinze. Die Stadt gehe davon aus, dass die Attraktivität der Schule nach dem Um- und Ausbau noch deutlich zunehmen werde und damit auch die Schülerzahl. Bei Zweizügigkeit könnten in acht Klassen dann insgesamt 224 Schüler unterrichtet werden. Um allen auch einen Hortplatz zur Verfügung stellen zu können, müsse der Hort auf diese Kapazität erweitert werden.

Doch auf eine weitere Ausdehnung der Betriebserlaubnis ohne Außenstelle kann die Stadtverwaltung nicht hoffen. Schon bei 177 Plätzen stünden pro Kind nur noch 2,3 Quadratmeter zur Verfügung. Vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind 2,5. Kurzum: Zum Anbau gibt es keine Alternative.

Der soll wie das Hauptgebäude an der Alten Ziegelei stehen und auf zirka 400 Quadratmetern Nutzfläche zusätzlich Platz für 74 Kinder bieten. Das Bauordnungsamt des Landkreises Leipzig habe bei einem Vor-Ort-Termin erklärt, dass dies zulässig sei, so Heinze. Baubeginn solle möglichst 2014, die Übergabe spätestens 2016 sein.

Die Kosten werden auf rund 1,7 Millionen Euro geschätzt. Ein Fördermittelantrag für die rund 90 000 Euro teure Planung liege dem Kreis zwar vor, so Heinze, ob dem stattgegeben werde, stehe aber in den Sternen, da es sich um das ausgereizte Kita-Bauprogramm handele.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2013

Ulrike Witt

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