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Markkleeberg Grünes Kleinod zieht Naturfreunde in seinen Bann
Region Markkleeberg Grünes Kleinod zieht Naturfreunde in seinen Bann
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17:36 17.04.2011
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Anlass war der fünfte Leipziger Waldtag. Und den hatte der Forstbezirk Leipzig absichtlich in den Garten in Großpösna verlegt.Im Unterschied zu den Waldtagen der vergangenen Jahre mit Schwerpunkt Herbst und Brennholz lag das Augenmerk diesmal auf dem Frühlingserwachen des Waldes, insbesondere im Oberholz. „Denn gerade zu der Zeit erwacht nicht nur der Wald, sondern auch die Menschen, die wieder in die Natur wollen“, begründet Andreas Padberg vom Forstbezirk. Und das Oberholz biete „eine perfekte Bühne“ für Sport, Erholung, Spaziergänge und natürlich auch Naturschutz. So konnten sich beispielsweise die Reiter über erlaubte Wege informieren, Garten- und Waldbesitzer über Pflanzungen und Kinder über Tiere und Bäume.

Großpösna. Seit Beendigung des Vertrages zwischen dem bisherigen Betreiber und dem Botanischen Garten hatte dieser am Wochenende das erste Mal wieder geöffnet. Anlass war der fünfte Leipziger Waldtag. Und den hatte der Forstbezirk Leipzig absichtlich in den Garten in Großpösna verlegt.

Julian und Nils erkundeten den Botanischen Garten auf Wiesenlatschen. Der Wald als Lebensraum ist ihnen nicht unbekannt. Jede freie Minute verbringen sie hier, weil „das so viel Spaß macht, über Stock und Stein zu laufen, über Huckel zu springen und durch das Unterholz zu toben“, sagt Nils. Dass er sich auch gut auskennt, welche Tiere hier leben, verwundert nicht, denn sein Vater ist Jäger. „Gerade für Kinder ist es wichtig, dass sie den Wald kennen lernen als Ort, der geschützt werden muss“, sagt Jörg Hanewald. An anderer Stelle bot die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Sachsen den Bau von Nistkästen an, nebenan bastelteten Kinder zusammen mit der Waldscheune Taura Osterhasen aus Naturmaterialien.Besonders beliebt waren die acht Wanderungen durch das Oberholz. Allein bei der archäologischen Führung zur mittelalterlichen Turmhügelburg waren 40 Spaziergänger unterwegs. Ähnlich begehrt war auch die Wanderung „zur geheimnisvollen Welt der Waldkräuter“.Rund 1000 Besucher zählte Padberg am Sonnabend, zahlreiche von ihnen kamen extra zur Jagdhundevorstellung, vor allem Kinder, die von den Vierbeinern und ihrem Können fasziniert waren. Anziehungspunkt für die kleinsten war zudem der Erlebnispfad. Hier konnten sie sich unter anderem anhören, wie Igel klingen, „die schmatzen richtig“, sagt Jean-Pierre.Der Forstbezirk hatte nicht ohne Grund den Waldtag in den Botanischen Garten verlegt. „Da derzeit nach Konzepten für den Garten gesucht wird, wollen wir signalisieren, dass wir uns im Bereich Umweltbildung und Waldpädagogik eine intensive Zusammenarbeit vorstellen können“, sagt Padberg. Auch LVZ-Geschäftsführer Norbert Schmid informierte sich über die Situation des Botanischen Gartens, dessen Areal die Gemeinde Großpösna kürzlich von der Stadt Leipzig gepachtet hat. Für den Freundeskreis Botanischer Garten war der Waldtag ebenfalls die erste Möglichkeit seit Monaten, wieder auf das Gelände zu kommen. Die Mitglieder durften ihn seit Vertragsende nicht betreten. Entsprechende Spuren hat die Vernachlässigung hinterlassen. „So dürfte ein Garten zu der Zeit eigentlich nicht aussehen“, erklärte Padberg. Doch nun werde hier wohl wieder alles auf Vordermann gebracht.

Julia Tonne

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