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Grünes Licht für Kulturkino und Jugendprojekt im Waldbad

Grünes Licht für Kulturkino und Jugendprojekt im Waldbad

"Zwei richtungsweisende Beschlüsse" hat der Zwenkauer Stadtrat, wie Bürgermeister Holger Schulz (CDU) betonte, am Dienstagabend in einer Sondersitzung verabschiedet.

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Die Teilnehmer des Jugendberufshilfeprojektes haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren unter anderem den Spielplatz im Waldbad erneuert.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Notwendig war diese geworden, um das Jugendberufshilfeprojekt im Waldbad nach zweimonatiger Pause zum 1. März fortsetzen zu können.

Vorab genehmigten die Abgeordneten aber erst einmal einstimmig den im Dezember mit der Kulturinitiative geschlossenen Modernisierungs- und Instandhaltungsvertrag für das Kulturkino. Das Ende der Zwanzigerjahre errichtete Gebäude soll im Zuge des Stadtumbauprogramms für die östliche Innenstadt ab April energetisch saniert werden (die LVZ berichtete). Die Zustimmung der Sächsischen Aufbaubank (SAB) liegt bereits vor: Demnach werden 85 Prozent der Baukosten von 660 000 Euro zu je einem Drittel - 187 000 Euro - von Bund, Land und Stadt getragen. Da sich der Kostenerstattungsbetrag gegenüber dem ersten, vom Mai 2012 stammenden Stadtratsbeschluss auf maximal 561 000 Euro erhöht hat, musste das Gremium einem Nachtrag zustimmen.

Schulz erinnerte, dass die Kulturinitiative mit Steffen Wieser an der Spitze vor elf Jahren eine sehr anspruchsvolle Aufgabe übernommen hat. "Durch das Bund-Länder-Programm kommen wir der Fertigstellung einen großen Schritt näher. Das ist ein Meilenstein, auch wenn die Arbeiten danach noch lange nicht am Ende sind. Jeder sollte sich überlegen, wie er mit seinen Möglichkeiten die Kulturinitiative unterstützen kann", regte der Rathauschef an.

"Das Kulturkino ist der kulturelle Mittelpunkt Zwenkaus. Selbstverständlich sind wir für die Erhaltung", erklärte die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Heike Oehlert. "Die CDU-Fraktion begrüßt diesen Beschluss ausdrücklich. Damit wird eine wichtige Kulturstätte erhalten und in einen baulichen Zustand versetzt, der einen nachhaltigen dauerhaften Betrieb ermöglicht. Das ist ein wichtiges Signal", meinte auch CDU-Stadtrat Alexander Wagner. Oehlert konnte sich daraufhin einen Seitenhieb nicht verkneifen. "Vor zwölf Jahren hatte die CDU-Fraktion unter Bürgermeister Herbert Ehme schon den Abriss beschlossen. Jetzt feiert sie den Erfolg."

Kritik äußerten Freie Wähler und SPD auch beim zweiten Tagesordnungspunkt - der Sicherung des Eigenanteils für das Jugendberufshilfeprojekt im Waldbad. "Zum ersten Mal führen wir eine konstruktive Diskussion, da wird diese aus Zeitgründen abgewürgt", schimpfte SPD-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Harald Redepenning. Hintergrund: Der Verwaltungsausschuss tagte direkt vor der Sonderstadtratssitzung und hatte nur 30 Minuten Zeit für die Vorberatung. Aus Sicht der Opposition für ein so komplexes Thema wie die Zukunft des Waldbades zu wenig. Schulz sah das anders: "Heute geht es um das Jugendberufshilfeprojekt und nicht um eine Grundsatzdiskussion zum Waldbad. Außerdem gab es im Dezember und Januar schon zwei Vorberatungen."

Wie berichtet, arbeiten seit April 2012 bis zu 20 schwer vermittelbare Jugendliche im Waldbad, übernehmen im Rahmen der Vorbereitung auf Ausbildung und Berufseinstieg Pflegearbeiten an Grünflächen sowie zum Teil auch den Abriss und die Sanierung von Gebäuden wie der Sauna. Seit Jahresbeginn hatte die Maßnahme geruht, weil die SAB, anders als das Jobcenter, im Dezember eine weitere Förderung abgelehnt hatte.

Wie Hauptamtsleiter Dirk Schewitzer erläuterte, hat sich das Jobcenter Ende Januar auf Antrag der Stadt entschlossen, 80 Prozent der Projektkosten zu tragen. Die restlichen 20 Prozent wird die Stadt übernehmen, was rund 33 770 Euro in 2015, 40 260 Euro in 2016 und 6660 Euro in 2017 bedeutet. Mit der letztlich mehrheitlichen Zustimmung des Stadtrates ist das Jugendberufshilfeprojekt, das vom Verein Columbus Junior getragen wird, damit für zwei Jahre gesichert. "Nach zwei Monaten Unterbrechung geht es am 1. März weiter", verkündete Schulz zufrieden.

"Für mich ist das ein nicht solide durchgerechneter Schnellschuss", meinte Oehlert. Die Opposition hatte ihren Unmut mit fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme kundgetan. Was bei der CDU in Wahlkampfzeiten "angesichts des sonst so großen sozialen Engagements von Freien Wählern und SPD für Verwunderung" sorgte. "Natürlich entstehen der Stadt pro Jahr Mehrkosten zwischen 4000 und 5000 Euro. Aber wir helfen den Jugendlichen und wenn der kommunale Bauhof die Arbeiten ausführen würde, müssten mehrere Mitarbeiter eingestellt und das Waldbad könnte nur drei Monate in der Saison genutzt werden", gab Wagner zu bedenken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.02.2015
Ulrike Witt

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