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Markkleeberg Grünes Licht für Tunnel unter der Bahnlinie
Region Markkleeberg Grünes Licht für Tunnel unter der Bahnlinie
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14:47 23.02.2018
Der gefährliche Bahnübergang am Equipagenweg in Markkleeberg wird voraussichtlich 2019/2020 entschärft. Quelle: A. Kempner
Markkleeberg

Markkleebergs Stadträte stellten bei ihrer Sitzung am Mittwochabend die Weichen für eine lange Jahre diskutierte Entschärfung des Bahnübergangs im Equipagenweg.

Bei der Abstimmung über die Finanzierung der geplanten Eisenbahnüberführung für Radfahrer und Fußgänger(die LVZ berichtete) herrschte jedoch keine Einigkeit. Vor allem in der Badesaison nutzen Tausende den gefährlichen Übergang. Die Debatte über Lösungsvorschläge endete mit dem Beschluss des Eisenbahn-Bundesamtes, der einen 8,85 Meter langen Tunnel mit separaten Spuren für Radfahrer und Fußgänger vorsieht. Eine niveaugleiche Kreuzung sei bei der Anzahl und Häufigkeit der Querungen nicht zulässig, hieß es.

Das Bauwerk sei ohne Alternative notwendig, eine komplexe Abwägung habe stattgefunden, begründete Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) die Entscheidung.

Andreas Hesse (CDU) erkannte den Bedarf nicht. Der Überweg werde nur im Sommer rege genutzt „Ich kann diese Steuergeldverschwendung nicht nachvollziehen“, meinte er. Viel wichtiger seien Lärmschutzmaßnahmen in neuen Wohngebieten entlang der Bahntrasse. Robby Stamm (CDU) schloss sich der Meinung Hesses an und folgerte resigniert: „Gebaut wird auch ohne meine Zustimmung.“ So wird es voraussichtlich 2019/2020 kommen: Mit sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen bei 16 Ja-Stimmen beschloss der Stadtrat, die Haushaltsstelle mit nach der Richtlinie „Kommunaler Straßen- und Brückenbau“ komplett geförderten 2,4 Millionen Euro zu bewirtschaften.

Damit die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen (EGW) ihren zentralen Aufgaben, der Bewirtschaftung des Markkleeberger und Cospudener Sees, gerecht werden kann, bewilligten die Stadträte 210 000 Euro aus dem Haushalt 2018.

Markkleeberg hat die Benutzungsordnung für Räume in öffentlichen Gebäuden der Stadt, die für Veranstaltungen gemietet werden können, auf einen neuen Stand gebracht, weil das Westphalsche Haus wegfällt und neue Räume im Musik- und Gesellschaftshaus hinzukommen. Auch wurde die Mehrwertsteuer, die für die Lindensäle entrichtet werden muss, in der bisherigen Preisgestaltung nicht berücksichtigt. So kostet die Anmietung des großen Lindensaals mit Galerie, Bestuhlung, Tischen und Bühne für 24 Stunden künftig 1000 statt 800 Euro. Die Tagesanmietung für den großen Raum im Erdgeschoss der Orangerie im Torhaus Gaschwitz verdoppelt sich auf 100 Euro.

Hochzeitwillige müssen tiefer in die Tasche greifen. Für die Nutzung des Spiegelsaals zur Eheschließung werden 300 statt 200 Euro fällig, wird der kleine Gesellschaftsraum mit dem Foyer für einen Sektempfang gewünscht, erhöht sich der Preis von 300 auf 350 Euro. Die neue Satzung tritt Mitte März am Tag nach der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft. Bei im Vorfeld getätigten Reservierungen wurde auf die neuen Preise hingewiesen, so Schütze.

Von Gislinde Redepenning

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