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Markkleeberg Grünes Licht für Umgehungsstraße
Region Markkleeberg Grünes Licht für Umgehungsstraße
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17:27 17.02.2012

Die Landesdirektion Leipzig gab jetzt mit der Erteilung des Baurechts grünes Licht.

Bisher führte die Staatsstraße 242 genau durch den Ort. In den kommenden Wochen sollen nun die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen für die neue Trasse beginnen, die östlich der aktuellen Streckenführung entsteht. „Für den Ort und die Bewohner ist die Erteilung des Baurechts ein wahrer Segen“, macht Ortschaftsratsvorsitzende Doris Parentin deutlich. Die Belastung sei in den vergangenen Jahren immer größer geworden, vor allem seit der Fertigstellung der Autobahn 38. „Viele Fahrer nutzen die S 242 als Zubringer“, begründet sie. Doch die Straße sei keineswegs für den Massenverkehr ausgelegt.

„Das waren alles mal alte Feldwege, die in den 1980er-Jahren für die heutige S 242 ausgebaut worden sind“, sagt Detlef Richter, Leiter des Großpösnaer Bauamtes. Für Parentin sind vor allem die Abstände zwischen Straße und Gebäuden ein untragbarer Zustand. Allein an der Schäferei sei der „Fußweg“ gerade einmal einen halben Meter schmal. „Zwischen Häusern und Straße war stellenweise kaum Luft“, so Parentin. Das bestätigt auch Stefan Barton, Sprecher der Landesdirektion Leipzig: „Teilweise ist die zweispurige Fahrbahn weniger als vier Meter breit.“ Begegnungsverkehr mit größeren Fahrzeugen bedeute daher ein Risiko. Dass die Erteilung des Baurechts ein Jahrzehnt gedauert hat, liegt daran, dass vor einigen Jahren das Naturschutzgesetz novelliert worden ist. Deshalb sei das ganze Verfahren „dann noch einmal geprüft“ worden, wie Richter sagt.

Die neue, knapp 3,5 Kilometer lange zweispurige Trasse geht in Höhe des Gewerbegebietes Störmthal in südöstliche Richtung ab, umgeht die Ortslage und trifft erst hinter der Schäferei wieder auf die bestehende Straße. Drei Brücken entstehen im Zuge der Ortsumgehung neu. Die größte wird über die Schlumperbachaue führen, da die neue Trasse auf zirka 130 Metern durch das europäische Vogelschutzgebiet „Laubwaldgebiete östlich Leipzig“. verläuft. Vorgesehen sind Kollisionsschutzwände für Vögel und Fledermäuse sowie Amphibienleiteinrichtungen. Eine weitere Brücke verlängert sozusagen die Konsumgasse in Richtung Oberholz. Zudem wird es südlich der Schlumperbachbrücke, am Oberholzweg, eine Unterführung für Fußgänger, Radfahrer und Reiter in das Erholungsgebiet Oberholz geben.

Der Ortschaftsrat und die Störmthaler Bürger hatten sich allerdings auch eine Fußgängerbrücke ins Oberholz am Pfingstlehdenweg gewünscht. Die Landesdirektion Leipzig begründet die Absage damit, dass eine weitere Brücke „unverhältnismäßig“ sei, weil mit der Konsumgasse „in zumutbarer Entfernung eine gefahrfreie Verbindung“ vorgesehen ist. Die Ortschaftsratsvorsitzende hofft nun, dass die Umgehungsstraße 2014 fertig ist.

Julia Tonne

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