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Grünes Licht für Wasserwanderrastplatz am Cospudener See

Stadtrat Markkleeberg Grünes Licht für Wasserwanderrastplatz am Cospudener See

Der Stadtrat hat am Mittwochabend der Entwurfsplanung für den Wasserwanderrastplatz am Cospudener See zugestimmt. Wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) betonte, kann damit noch nicht gebaut, aber der Fördermittelantrag gestellt werden.

Umstritten: Die Servicestation soll auf dem Gelände des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums gebaut werden.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Der Stadtrat hat am Mittwochabend der Entwurfsplanung für den Wasserwanderrastplatz am Cospudener See zugestimmt. Wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) betonte, kann damit noch nicht gebaut, aber der Fördermittelantrag gestellt werden.

Michael Schmutzer vom Planungsbüro IBB stellte den Entwurf, über den am Hildebrand-Gymnasium seit Wochen kontrovers diskutiert wird, zum ersten Mal öffentlich in großer Runde vor. Wie berichtet, soll für den Rastplatz ein etwa 20 Meter breiter Streifen vom Schulgelände abgetrennt werden.

„Der Wasserwanderrastplatz wird aus dem Schwimmsteg, dem aufgeweiteten Uferrundweg als Vorplatz und der Servicestation mit Imbiss und WCs bestehen“, erklärte Schmutzer. Letztere müsse wegen der Erschließungskosten so nördlich wie möglich angeordnet werden. Geplant sei auf 560 Quadratmetern ein eingeschossiges Gebäude, das architektonisch an die benachbarten Bootshäuser der Schule angelehnt wird.

„Normalerweise hätten wir die Vorlage im Technischen Ausschuss behandelt. Wegen der Diskussionen haben wir das Thema in den Stadtrat genommen“, sagte Schütze. Es sei, wie immer, Aufgabe von Verwaltung und Stadtrat, das Für und Wider abzuwägen. „Die Schule hat mir leider bis heute nicht schriftlich ihre Ablehnungsgründe mitgeteilt, obwohl ich darum in der Schulkonferenz im September gebeten hatte“, so Schütze. Er könne nur auf das zurückgreifen, was in der LVZ stand und ihm in privaten Gesprächen berichtet worden ist.

Gleichwohl arbeitete Schütze die von Schülern im Oktober in der Bürgerfragestunde im Stadtrat vorgetragenen Kritikpunkte ab: „Von 40 800 Quadratmeter Schulgelände werden für die Servicestation insgesamt nur 900 benötigt. Um die Gefahren bei der Querung des Rundweges zu minimieren, weiten wir diesen auf bis zu zwölf Meter auf. Mit Gerüchen durch den Imbiss ist dank moderner Technik kaum zu rechnen und es wird einen Sichtschutz zur Schule geben.“

Die Stadt sehe vor allem das öffentliche Interesse an einer WC-Anlage, wiederholte er. Außerdem erhöhe der Wasserwanderrastplatz die Attraktivität von Kurs 1 der Gewässerverbindung. „Und nicht zuletzt profitiert auch die Schule vom Bootssteg“, fügte Schütze hinzu.

Dieter Bormann, Fraktionsvorsitzender der Linken, wollte wissen, ob alternative Standorte geprüft worden sind. Schütze erinnerte an ein Areal am Abendweg, das vor Jahren wegen der zu hohen Erschließungskosten ausgeschieden sei. „Und den anderen, von uns favorisierten Standort am Wasser, hat ja das Landratsamt diesen Sommer überraschend abgelehnt.“

Interessant wurde es, als CDU-Fraktionschef Oliver Fritzsche nach den Kosten und der wasserrechtlichen Genehmigung für „die private Investition am Steg“ fragte. „Jetzt geht es nur um die städtische Investition von 850 000 Euro bei einer erwarteten Förderung von 75 Prozent“, betonte Schütze. Für die Hausboote von Brot & Kees-Wirt Thomas Recknagel sei eine Verlängerung des Steges und eine zweite wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, ergänzte Schmutzer. „Auch wenn die Stadt seit zwei Jahren mit den Behörden im Gespräch ist, eine Garantie für die Genehmigungen gibt es nicht“, räumte Schütze ein.

Während die Grünen die Vorlage ablehnten, Fraktionschef Joachim Schruth von „der ersten dicken Salamischeibe für die Hausboote“ sprach, und die Lage des Steges als für Kanuten nicht optimal beschrieb, beugten sich andere dem Zwang, WCs am Ostufer schaffen zu müssen. 14 Stadträte stimmten letztlich zu, acht dagegen, zwei enthielten sich. „Es ist nicht so, dass morgen Bagger kommen. Aber jetzt können wir den Fördermittelantrag stellen“, so Schütze.

Von Ulrike Witt

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