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Grünes Licht für sieben weitere Stolpersteine in Markkleeberg

Stadtrat Markkleeberg Grünes Licht für sieben weitere Stolpersteine in Markkleeberg

Stolpersteine, ein neues Wohngebiet, der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße und der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen – der Markkleeberger Stadtrat hat im Oktober einige Projekte auf den Weg gebracht.

Am 9. November werden die Markkleeberger zum Jahrestag der Pogromnacht von 1938 dem jüdischen Ehepaar Olla und Ludwig Bamberger an den beiden Stolpersteinen vor der Hauptstraße 3 gedenken. Auf Initiative von Hildebrand-Schülern sollen 2017/18 weitere sieben Stolpersteine in der Stadt gesetzt werden.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Stolpersteine, ein neues Wohngebiet, der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße und der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen – der Markkleeberger Stadtrat hat im Oktober einige Projekte auf den Weg gebracht.

Einstimmig Ja gesagt haben die Stadträte mit einem Grundsatzbeschluss zur Verlegung weiterer Stolpersteine im Stadtgebiet. Bislang gibt es in Markkleeberg zwei – für das jüdische Ehepaar Olla und Ludwig Bamberger vor der Hauptstraße 3. Gesetzt wurden die Stolpersteine, die an die Opfer von Gewalt und Verfolgung während des Nationalsozialismus erinnern sollen, im Jahr 2010. Inzwischen hat die am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium unter Leitung von Carsten Müller arbeitende Projektgruppe Spurensuche mit dem Verein Kulturbahnhof recherchiert und möchte sieben weiteren, von den Nazis verfolgten und ermordeten Menschen ein Denkmal setzen. Finanziert werden sollen die Stolpersteine – Kostenpunkt pro Stein 120 Euro – mit Spenden. Ein entsprechendes Konto hat der Förderverein des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums bereits eingerichtet. Die Kosten für das Verlegen wird die Stadt tragen. In den Haushalt werden dafür 2017 und 2018 je 1500 Euro eingestellt.

Mehrheitlich beschlossen wurde die Billigung und Auslegung des Bebauungsplanentwurfs für das Wohngebiet „Hohe Straße“. Die Anhöck Kellner Massivbau GmbH will dort 30 Einfamilienhäuser bauen. „Wir diskutieren regelmäßig über neue Einfamilienhaussiedlungen, aber nie über bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener, Arbeitslose, Rentner und Studenten“, kritisierte Grünen-Stadtrat Tommy Penk. Er habe Sorge, dass die letzten freien Flächen verplant würden, ohne an diese – auch in Markkleeberg – große Bevölkerungsgruppe zu denken. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) meinte: „Die Sorge kann ich nachvollziehen, aber wir halten zum Glück 20 Prozent kommunalen Wohnraum über die Wohnungsbaugesellschaft vor. Und noch sind wir nicht antrags- und förderberechtigt für sozialen Wohnungsbau. Ich denke, dass wird sich bald ändern.“ Beim Wohngebiet „Hohe Straße“ handele es sich ohnehin um eine private Fläche, wo die Kommune kaum Einflussmöglichkeiten hat. „In diesem Fall bin ich sogar sehr froh über die Entwicklung: Hier verschwindet eine belastete Brache, an die sich bislang niemand herangetraut hat“, so Schütze.

Vergeben wurde die Planung für den grundhaften Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße. Den Auftrag über rund 125 400 Euro erhielt das EVTI-Ingenieurbüro aus Leipzig. Wie berichtet, soll der Ausbau bis zum Jahr 2019 in zwei Abschnitten – Breitscheidstraße bis Energiestraße und Energiestraße bis Rathausstraße – erfolgen. Für die Maßnahme sind insgesamt rund 1,2 Millionen Euro in diesem und den Folgejahren vorgesehen. Rathauschef Schütze betonte die Wichtigkeit der Baumaßnahme, zu der auch die Erneuerung der Trink- und Abwasserleitungen durch die Leipziger Wasserwerke sowie der Rückbau der Gleisanlagen durch die LVB gehörten. „Seit Einstellung der Straßenbahnlinie 9 fahren die Busse über die Betonplatten an den Schienen. Für die Anwohner ist das ein unerträglicher Zustand“, erklärte er.

Das Borsdorfer Ingenieurbüro Bresch & Partner wurde mit der Planung des barrierefreien Umbaus der Bushaltestellen im Stadtgebiet beauftragt. Bis 2020 soll der abgeschlossen sein. Pro Haltestelle kostet allein die Planung rund 3110 Euro.

Der Förderverein „Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813“ erhält von der Stadt dieses Jahr einen Zuschuss in Höhe von 4600 Euro für die Organisation von Veranstaltungen.

Von Ulrike Witt

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