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Markkleeberg Grundschüler rücken zusammen
Region Markkleeberg Grundschüler rücken zusammen
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07:00 13.07.2017
Knapp 200 Schüler werden im nächsten Schuljahr hier unterrichtet. Quelle: Foto: A. Kempner
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Grosspösna

Not macht erfinderisch: Weil die Löwenzahn-Grundschule in Großpösna im nächsten Schuljahr aus allen Nähten platzen wird, muss die Gemeindebibliothek aus dem Hort aus- und eine Klasse dort einziehen.

„Die Klassen werden zunehmend voller“, erklärt Schulleiterin Sibylle Jaszovics das Hauptproblem. Seien die neuen ersten Klassen in den Vorjahren noch etwa 23 und 24 Schüler stark gewesen, seien es im nächsten Schuljahr 26 und 27. Im Altgebäude der Schule seien aber die Zimmer mitunter klein. „In einem dürfen zum Beispiel wegen seiner Größe nur 23 Schüler unterrichtet werden“, erklärt sie.

Intern hatte die Gemeinde gar schon mit drei neuen Klassen kalkuliert - die wären dann kleiner, aber auch leichter unterzubringen in dem Löwenzahn-Gebäude. Aber es blieb bei zwei. Nach offiziellen Zahlen werden im nächsten Schuljahr 197 Grundschüler im Ort unterrichtet, im Vorjahr waren es noch 189.

Der Schule blieb nichts anderes übrig, als nach anderen Lösungen zu suchen. Zusammen mit Hort, Bücherei und Gemeindeverwaltung sei eine sehr kreative gefunden worden, erzählt Jascovics: Die Bibliothek der Gemeinde, bislang im Hort untergebracht, zieht aus, eine Klasse ein.

Aktuell sei die Bücherei daher auch geschlossen, erinnerte Daniel Strobel vom Hauptamt. Derzeit sei die Bibliothekarin gerade beim Umzug in den Pösna Park. Ab dem 27. Juli werde dort nahe der Sparkasse die Bücherei wieder öffnen. „Eine echte Win-Win-Situation“, findet Strobel. Das Einkaufszentrum gewinne an Attraktivität, die Bibliothek vielleicht neue Kunden. Die kleinsten von ihnen würden ohnehin weiter in der Schule mit Lesefutter versorgt. „Die Bücher für die Kinder bleiben in der Schule“, erklärt Strobel.

Die Umnutzung der Räume sei eine „kurz- und mittelfristige Lösung“. Langfristig, betont auch Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch immer wieder, müssten Hort und Grundschule räumlich getrennt und Platz für jeweils 250 Kinder haben. Aber die Finanzierungsmöglichkeiten für einen Neubau seien aktuell sehr schlecht, es gebe kaum Fördermöglichkeiten.

Von Jörg ter Vehn

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