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Markkleeberg Güldengossa wartet weiter auf sein schnelles Internet
Region Markkleeberg Güldengossa wartet weiter auf sein schnelles Internet
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08:00 05.07.2017
Lahmes Internet: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt soll laut Telekom Schuld sein. Quelle: Kempner
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Bis Ende vorigen Jahres wollte in Güldengossa die Telekom schnelles Internet über die Vectoring-Technik verfügbar machen. Jetzt soll es erst Anfang 2019 werden.

Gemeinderat Jens Ludwig hat ein gutes Gedächtnis. Bereits im vorigen Dezember, so habe es die Telekom bei einer Pressekonferenz versprochen, sollte in Güldengossa die Auenhainer Straße fürs schnellere Netz freigeschaltet werden, in diesem Frühjahr der hintere Teil des Dorfes folgen, erinnert er sich an die Telekom-Worte. Die habe an einem Tag im Dezember sogar einen Stand auf der Festwiese aufgebaut, wo bereits Vorverträge abgeschlossen wurden. „Das halbe Dorf ist hingepilgert und hat sich informiert“, erzählt Ludwig.

Ein Verteilerschrank wurde gesetzt, dann war Pause: Stattdessen begann der Landkreis im März planmäßig den grundhaften Ausbau der 1964 Meter langen Ortsdurchfahrt, nachdem im Herbst davor bereits KWL-Leitungen umverlegt worden waren. Bis Dezember nächsten Jahres wird an der K 7923 gearbeitet.

Im Ortschaftsrat und sogar im Gemeinderat ist seitdem das ausbleibende schnelle Internet für Güldengossa immer wieder Thema. Ludwig: „Verschiedene Leute versuchen bei der Telekom seit Wochen Auskunft darüber zu erhalten, wann in Güldengossa die Vectoring-Aufschaltung beginnt. Es herrscht eisernes Schweigen.“ Auch die Gemeinde habe nicht weiterhelfen können.

Auf LVZ-Anfrage bricht Telekom-Sprecher Georg von Wagner das Schweigen jetzt: „Erst wenn der Straßenbau nahezu fertig ist, dürfen wir mit unserer Netzertüchtigung beginnen und die nötigen Schaltkästen setzen und anschließen. Daher gehen wir davon aus, dass wir voraussichtlich Anfang 2019 fertig sein werden.“

Also nichts mit 2017, alles ein Missverständnis, eine Kommunikationspanne der Kommunikationsspezialisten? Hinter der Hand heißt es bei den Telekom-Bauleuten, 2017 sei auch nie geplant gewesen, eher 2018. Und die Gemeinde wisse das auch ganz genau.

Kreissprecherin Brigitte Laux hat eine Erklärung: Die Telekom habe wohl ursprünglich vorgehabt, das Kabel in diesem Abschnitt in diesem Jahr zu verlegen. „Dann hätte sie dieses im nächsten Jahr im Zuge des Straßenbaus wieder umverlegen müssen“, erläutert sie. Diese Verlegung erfolge nun sinnvollerweise gemeinsam mit dem Straßenbau 2018.

Von Jörg ter Vehn

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