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Markkleeberg Gut Großstädteln soll Refugium für Familien werden
Region Markkleeberg Gut Großstädteln soll Refugium für Familien werden
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00:40 12.07.2015
Große Pläne: Martin Leiser hat mit dem Gut Großstädteln viel vor. Im Torhaus entstehen derzeit vier Mietwohnungen. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

"Ich kann gar nicht nachvollziehen, warum das alte Rittergut so lange leer stand. Rund um Leipzig gibt es das in dieser Form nicht noch einmal", schwärmt der 39-Jährige. Sein Beruf ist es, Gebäude zu kaufen, zu sanieren und weiter zu verkaufen. Mit dem Gut Großstädteln hat er das nicht vor. "Hier will ich selbst leben", sagt er. Aber nicht allein. Leiser möchte zwischen den beiden Markkleeberger Seen und keine 500 Meter von der S-Bahn nach Leipzig entfernt ein Refugium im Grünen für Familien schaffen. Dafür wird er bis 2017/18 fast zehn Millionen Euro investieren.

Im ersten Bauabschnitt entstehen bis Ende des Jahres vier, 80 bis 120 Quadratmeter große Mietwohnungen im über 300 Jahre alten Torhaus. Das Besondere: "Jede Wohnung hat zwei Kinderzimmer und baulich mindestens eine Raffinesse", sagt Leiser. Im Erdgeschoss sei dies der Gewölbekeller und der direkte Zugang zum Garten, in der ersten Etage zwei Bäder - rund und en Suite - sowie ein Ankleidezimmer, in der dritten und vierten Etage sichtbare Dachbalken, Loggia und Wohnen auf zwei Ebenen. Zudem würden alle Wohnungen hochwertige Einbauküchen erhalten.

Noch haben aber die Bauleute im Torhaus das Sagen, braucht es beim Rundgang Fantasie, auch wenn Anfang August schon die Vermietung anlaufen soll. "Kaufmännisch ist das Torhaus mit 1,2 Millionen Euro für 400 Quadratmeter Wohnfläche eine Katastrophe", sagt Leiser schmunzelnd. Wie alle alten Gemäuer barg auch dieses eine Überraschung. "Laut einem Holzgutachten hätten zehn Prozent der Hölzer ausgetauscht werden müssen, am Ende waren es 80 Prozent", erzählt der Bauherr. Finanziellen Ausgleich sollen die Bauabschnitte 2 und 3, die benachbarten Scheunen und Stallungen bringen. Dort werden 2015/16 zwölf Reihenhäuser geschaffen. Letzter Bauabschnitt wird das Schloss sein. Auf 2500 Quadratmetern sollen darin Wohnungen und Gewerberäume entstehen.

Und Leiser hat noch weitere Pläne: "Ich möchte auf dem Gut die Zeit um 300 Jahre zurückdrehen, einen sicheren Raum für Familien mit Kindern zum Spielen und Entdecken schaffen." Dazu gehörten Kopfsteinpflaster, ein Park sowie ein historischer Markt. "Auf dem können Bauern, Metzger, Käser und Imker aus der Region regelmäßig ihre Waren anbieten. Und das nicht nur für unsere Mieter", sagt Leiser.

Vorteil für den Noch-Leipziger: Er profitiert, wie alle Investoren in Gaschwitz/Großstädteln, vom Förderprogramm Soziale Stadt. "Kompliment an die Stadt Markkleeberg, die unterstützt mich wirklich vorbildlich", lobt Leiser.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2015
Ulrike Witt

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