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Gutsverwalterhaus muss stehen bleiben

Gutsverwalterhaus muss stehen bleiben

Großpösna. Die Störmthaler Seehechte stellten ihre Pläne vor, wie das künftige Domizil des Anglervereins samt Parkplätzen unterhalb von Störmthal direkt am See, an der Einmündung des Baches namens Schlumper, aussehen könnte.

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Ziemlich baufällig: Das ruinöse Gutsverwalterhaus am Störmthaler Schloss.

Quelle: André Kempner

hre Pläne vor, wie das künftige Domizil des Anglervereins samt Parkplätzen unterhalb von Störmthal direkt am See, an der Einmündung des Baches namens Schlumper, aussehen könnte. Torsten Engnath erklärte, ein rund zehn Meter breiter Schutzstreifen zum Wasser hin bleibe frei und begehbar, das Vereinsgelände werde ansonsten umzäunt, erhalte Materialcontainer, die aber hübsch verkleidet würden. Neben der Slipstelle gebe es einen Steg für die Bootsfahrer, der andere sei so ausgelegt, dass dort auch ältere Petrijünger sitzend angeln können. Ab 2015 soll voraussichtlich das Angeln im See ermöglicht werden.

Verkehrslärm: Zwar gibt es laut Lärmkartierung "nur" 28 Personen an der Grimmaischen Straße (S38), bei denen der Lärm auch gesundheitliche Folgen haben könnte. Die Gemeinderäte kamen aber überein, trotzdem einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Wichtigster Punkt darin ist die Versetzung des Ortseingangsschildes an der S38. Es soll künftig schon in Höhe der Schäferei die Autofahrer das Tempo reduzieren lassen, somit das Lärmproblem weitgehend lösen, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Sie gestand allerdings, dass ein solcher Antrag schon zweimal gestellt und abgelehnt worden sei. "Aber da gab es ja auch noch keine vorgeschriebene Lärmaktionsplanung", hofft sie nun auf neue Argumente für den dritten Anlauf.

Güldengossa, das zwei Stimmen im gemeinsamen Ortsrat mit Störmthal (vier Stimmen) hat, will einen eigenen Ortschaftsrat. Bei Abstimmungen würden sie oft angegangen, wenn sie auch über Störmthaler Belange mitstimmten, berichtete der Güldengossaer Gemeinderat Jens Ludwig (CDU). Die frühere Ortschefin von Störmthal, Doris Parentin (Freie Wähler) bestätigte dies. Das sei andersherum aber genauso, meinte sie. Trotzdem sei die bisherige Arbeit sinnvoll gewesen. "Wir haben alle große Sachen bislang gemeinsam gemeistert. Wenn sie aber jetzt gehen wollen, dann lasst sie damit selig werden", meinte sie. Thomas Fröhlich (SPD) sah mit dem eigenen Ortsrat ein falsches politisches Signal. Lantzsch schlug vor, die Ortschaftsräte von Störmthal und Güldengossa abwechselnd monatlich tagen zu lassen. Baurechtliche Vorberatungen wie bislang üblich könne es schon wegen der Fristen dann nicht mehr geben, bei wichtigen Fragen solle der Ortschaftsrat aber nach wie vor eingebunden werden. Das Thema soll im nächsten Verwaltungsausschuss vertieft werden.

Die Gemeinde wird das Gutsverwalterhaus sowie den dazugehörigen Kuhstall am Schloss Störmthal wie mit der Teilnehmergemeinschaft des Dorfes besprochen erwerben. Das machte Lantzsch deutlich. Allerdings dürfe das baufällige Verwalterhaus nicht wie geplant und vom Ortschaftsrat empfohlen abgerissen werden. Der Denkmalschutz sei dagegen, erklärte sie. Zum Schluss habe sich auch der Sportverein dagegen gestellt, weil er Material im Kuhstall lagere, erläuterte Lantzsch. Mit dem Denkmalschutz sei nun geklärt, dass der Kuhstall abgerissen, ein Parkplatz gebaut werden dürfe, fürs Verwalterhaus nach privaten Investoren gesucht werde. Mit Schlossherr Kolbe sei besprochen, dass der Verein auf seinem Gelände Räume nutzen könne. J

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2013

Jörg ter Vehn

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