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Gymnasiasten erinnern an das Schicksal von Helene Knothe

Geschichte Gymnasiasten erinnern an das Schicksal von Helene Knothe

Die Mitglieder der vor einigen Monaten am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium gegründeten AG Spurensuche haben die Gedenkstätte Berlin-Plötzensee besucht. Mit ihrem Geschichtslehrer Carsten Müller erinnerten die Schüler der neunten, zehnten und elften Klassen dort an das Schicksal der Markkleebergerin Helene Knothe.

Markkleeberger Schüler ehren Helene Knothe in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee

Quelle: Privat

Markkleeberg. Die Mitglieder der vor einigen Monaten am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium gegründeten AG Spurensuche haben die Gedenkstätte Berlin-Plötzensee besucht. Mit ihrem Geschichtslehrer Carsten Müller erinnerten die Schüler der neunten, zehnten und elften Klassen dort an das Schicksal der Markkleebergerin Helene Knothe.

Die in der Riquetstraße 23 wohnende Krankenschwester war Ende 1944 nach Denunziation und einem Urteil des berüchtigten Volksgerichtshofes wegen Wehrkraftzersetzung von den Nazis hingerichtet worden. Das Wissen über ihren tragischen, bislang aber weitgehend unbekannten Lebensweg hatten sich die Gymnasiasten bei der Suche in Archiven und Datenbanken erarbeitet.

„Im Beisein von Historiker Andreas Herbst von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand haben wir erste Rechercheergebnisse in Berlin-Plötzensee übergeben, die Anklageschrift und das Urteil verlesen und diskutiert, anschließend mit Blumen und Musik an Helene Knothe gedacht“, berichtete Müller. Ebenfalls an historischer Stätte, im Haus der Wannsee-Konferenz, wo am 20. Januar 1942 der Völkermord an den europäischen Juden beschlossen wurde, hätten sich die Schüler noch mit den Hintergründen des Holocaust auseinandergesetzt.

„Diese sehr bewegende Exkursion hat der Gruppe wichtige Impulse für die weitere Erinnerungsarbeit gegeben“, sagte Müller. Recherchiert sie doch seit Monaten die Schicksale von Markkleeberger Juden und Widerstandskämpfern, darunter das der Familie Berliner, von Frau Chane Suhl und Alexander Eisenberg. Daraus sei der Wunsch entstanden, für sieben getötete Markkleeberger Stolpersteine zu verlegen, ihr Schicksal so in der Öffentlichkeit wach zu halten.

Im April hatten die Schüler im Weißen Haus unter dem Titel „Versteckte Geschichte“ ihre Sammlung vorgestellt und OBM Karsten Schütze (SPD) gebeten, einen Stadtratsbeschluss für die Stolpersteine vorzubereiten. Nächstes Jahr soll das Projekt umgesetzt werden.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Mehringstraße 8 51.27844 12.35303
Markkleeberg Mehringstraße 8
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