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Markkleeberg „Hain“ wird 70 und hofft auf junge Familien
Region Markkleeberg „Hain“ wird 70 und hofft auf junge Familien
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07:00 21.06.2017
„Haben hier das Paradies“: Uwe Fabisch und Roswitha Lamm. Quelle: Andre Kempner
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Zwenkau

Der Kleingartenverein „Hain“ in Zwenkau ist für seine Pächter das Idyll schlechthin - eingerahmt vom Imnitzer Park und den Imnitzer Lachen, vor der Tür die Tiefe Wiese mit Wasserbüffeln. Am Samstag feiern die Kleingärtner das 70-jährige Bestehen ihrer Anlage.

„Wir haben das Paradies hier“, ist Vereinsvorsitzender Uwe Fabisch überzeugt. Seit zwölf Jahren steht der 57-Jährige an der Spitze des „Hain“. 1947 war die Anlage gegründet worden, damals, kurz nach dem Krieg, musste der Hunger gestillt werden. Heute sind die Gärten Freizeitoasen. Unter Fabischs Regie wurden seit 2007 das Vereinsheim ausgebaut, die Finanzen auf stabile Füße gestellt und dem Elster-Hochwasser 2013 getrotzt.

„Es war nicht immer einfach, aber gemeinsam haben wir es geschafft, auch Dank Hilfe der Stadt“, sagt Fabisch. In Gummistiefeln hatte er am 21. Juni 2013 nach dem Starkregen im Rathaus gestanden und Bürgermeister Holger Schulz (CDU) vom Absaufen des „Hain“ berichtet. „Eine Stunde später hatten wir eine leistungsfähige Pumpe und unsere Gärten waren gerettet“, erinnert er sich.

Inzwischen gibt es andere Nöte. Rund 80 Prozent der Kleingärtner sind im Rentenalter, viele hochbetagt. „Aktuell sind 61 der 63 Gärten belegt. Aber es ist schon klar, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren weitere Pächter ihren Garten aus gesundheitlichen Gründen aufgeben werden“, erklärt Fabisch. Er hofft auf junge Familien, vielleicht aus Leipzig.

Denn in der Großstadt ist es längst wieder hip, eigenes Bio-Obst und -Gemüse heranzuziehen. „Auf dem Land ist das bei uns noch anders, hier ist der Trend noch nicht angekommen“, sagt Fabisch. Viele hätten Häuser, den eigenen Garten inklusive. Indes es gibt schon einige Leipziger im Verein. Schatzmeisterin Roswitha Lamm ist sogar ganz umgezogen. „Zwenkau wächst und wird immer schöner. Wir fühlen uns hier einfach wohl“, sagt sie.

Wer Interesse an einem Kleingarten hat, kann sich per E-Mail an uwe.fabisch@web.de wenden. Ein straffes Regime müsse keiner fürchten. „Natürlich gibt es in einem Kleingartenverein Regeln, aber wir sehen das alles locker und würden uns über junge Leute sehr freuen“, versichert Fabisch. Mit 100 Euro im Jahr für im Schnitt 450 Quadratmeter sind potentielle Kleingärtner dabei.

Von Ulrike Witt

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