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Markkleeberg Haltepunkt Großstädteln: neu, aber nicht barrierefrei
Region Markkleeberg Haltepunkt Großstädteln: neu, aber nicht barrierefrei
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16:10 19.05.2015
Der Aufzugsschacht rechts neben der Treppe ist zugemauert. Foto: Quelle: André Kempner

Dieser verfügt zwar nach der Modernisierung im Zuge der sogenannten netzergänzenden Maßnahmen über einen Aufzugsschacht, einen Fahrstuhl wird es vorerst aber nicht geben.

"Mit Interesse habe ich den Beitrag über den Fußgängertunnel in der LVZ gelesen. Wir haben in Großstädteln ein gleich gelagertes Problem: Um auf den Bahnsteig zur S-Bahn zu gelangen, müssen 30 Stufen gemeistert werden", schreibt die Markkleebergerin Margit Evers. Die Erklärung der Bahn, der Einbau eines Fahrstuhls lohne sich wegen des zu erwartenden geringen Fahrgastaufkommens nicht (die LVZ berichtete), hält sie für abwegig. "Damit wird ein ganzer Stadtteil vom Nahverkehr ausgeschlossen", empört sich Evers.

Sie habe sich schriftlich an die Bahn gewandt, aber keinerlei Reaktion erhalten. Auch ein Brief an den Markkleeberger Rathauschef habe nichts gebracht. Die Stadt könne in dieser Sache nichts tun, habe es in der Antwort geheißen. Außerdem laufe ohnehin eine Klage gegen die netzergänzenden Maßnahmen. "Großstädteln ist ein aufstrebender Stadtteil mit mehreren Neubaugebieten. Erst im Juli ist ein weiteres erschlossen worden. Das Neuseenland liegt quasi vor der Haustür. Wie die Bahn zu ihrer Einschätzung kommt, ist nicht nachvollziehbar", so Evers. Sie hoffe inständig, dass es noch zu einer befriedigenden und rechtssicheren Lösung komme.

Doch danach sieht es vorerst nicht aus. Auf LVZ-Anfrage teilte Bahnsprecherin Änne Kliem gestern mit, dass "der sofortige stufenfreie Ausbau nicht Inhalt des Bauvorhabens war". Die Fahrgäste könnten ab Mitte Dezember über eine Treppe den Mittelbahnsteig erreichen. Für eine spätere Nachrüstung der Aufzugsanlage seien aber alle baulichen und technischen Vorkehrungen getroffen worden. Bahn-Projektleiter Stefan Ebersbach hatte schon vor anderthalb Jahren bei einer Baustellenbesichtigung versprochen, dass die DB AG die Fahrgastzahlen im Auge behalten und wenn notwendig, zügig nachrüsten werde.

"Für Reisende mit Behinderung werden die benachbarten Stationen Markkleeberg und Markkleeberg-Nord mit Aufzugsanlagen ausgerüstet", so Kliem. Diese Arbeiten sind weit fortgeschritten. Im September will die Bahn den Probebetrieb aufnehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.08.2013

Ulrike Witt

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