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Harthkanal: Keine Nachtarbeit mehr, Cossi-Rundweg länger dicht

Baustelle Harthkanal: Keine Nachtarbeit mehr, Cossi-Rundweg länger dicht

Weitere Verzögerungen auf der Harthkanal-Baustelle: Wegen der Überschreitung von Lärmschutzgrenzwerten bei der Baugrundverdichtung darf ab sofort nicht mehr nachts zwischen 22 und 6 Uhr gearbeitet werden.

Der Rundweg um den Cospudener See ist im Bereich der Harthkanal-Baustelle aus Sicherheitsgründen seit Monaten gesperrt. Der Tagebausanierer LMBV verspricht jetzt die Wiederherstellung bis Ende des Jahres.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg/Zwenkau. Weitere Verzögerungen auf der Harthkanal-Baustelle: Wegen der Überschreitung von Lärmschutzgrenzwerten bei der Baugrundverdichtung darf ab sofort nicht mehr nachts zwischen 22 und 6 Uhr gearbeitet werden. Das teilte die Sprecherin des Tagebausanierers LMBV, Claudia Gründig, am Mittwoch mit. Wie berichtet, hatten sich Zwenkauer Bürger seit dem Frühjahr mehrfach über nächtliche Ruhestörungen beklagt, schließlich Lärmmessungen durchgesetzt. Das Ergebnis: In den Nachtstunden werden bei tieffrequenten Tönen kritische Grenzwerte erreicht. „Durch den verkürzten Schichtbetrieb wird die Baumaßnahme längern dauern“, so Gründig. Wie lange genau, ließ sie offen. Eigentlich sollte die Baugrundverdichtung Ende Februar 2016 abgeschlossen werden.

Geduld brauchen auch Spaziergänger und Radfahrer am Cospudener See. Der Rundweg wird, so Gründig, frühestens Ende dieses Jahres wieder durchgängig befahrbar sein. Anfang Juni war der Südzipfel des Cossi-Rundweges aus Sicherheitsgründen von der LMBV gesperrt worden. Infolge der Baugrundverdichtung für den Harthkanal war es zu kleineren Rutschungen gekommen. Im September hatte die LMBV noch verkündet, dass der Weg im November frei sein werde.

Laut Gründig konnten zwar die Rüttelstopf- und Bohrarbeiten auf Cospudener Seite vergangene Woche vorfristig abgeschlossen und das Großgerät auf die Zwenkauer Seite umgesetzt werden, für die Wiederherstellung des Weges gebe es aber noch keinen genauen Bauablaufplan. „Unser Ziel ist es, den Wegeabschnitt noch dieses Jahr für die öffentliche Nutzung freizugeben“, sagte sie. Gebaut werden soll der Weg, anders als angekündigt, nicht im Baufeld, sondern etwa sieben bis acht Meter von der Wasserkante entfernt. Die neue Variante habe den Vorteil, dass bis zum Durchstich des Harthkanals kaum noch Einschränkungen zu erwarten seien, betonte Gründig.

Von Ulrike Witt

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