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Harthkanal unter der A38 bei Leipzig wird erst 2022 in Betrieb gehen

Cospudener See Harthkanal unter der A38 bei Leipzig wird erst 2022 in Betrieb gehen

Der Harthkanal wird wahrscheinlich erst 2021 fertig und mit Saisonstart 2022 in Betrieb gehen können. Das teilte die Sprecherin des Tagebausanierers LMBV, Claudia Gründig, mit. Der Kanal soll Cospudener See und Zwenkauer See miteinander verbinden.

Die Vorbereitungen für den Harthkanal haben längst begonnen. Eröffnet werden kann die Verbindung zwischen Zwenkauer und Cospudener See aber laut LMBV erst 2022.
 

Quelle: Jörg ter Vehn

Zwenkau/Markkleeberg. Der Harthkanal, der Cospudener See und Zwenkauer See verbinden soll, wird wahrscheinlich erst 2021 fertig und mit Saisonstart 2022 in Betrieb gehen können. Das teilte die Sprecherin des Tagebausanierers LMBV, Claudia Gründig, mit. Im Sommer hatte das Unternehmen erst die Verschiebung von 2018 auf 2020 bekannt gegeben.

Als Grund wurden damals Rutschungen infolge der Baugrundverdichtung genannt (die LVZ berichtete). Die Arbeiten sind inzwischen planmäßig abgeschlossen worden. Jetzt gibt Gründig „das langwierige Planfeststellungsverfahren und zu erwartende naturschutzfachliche Anmerkungen“ an.

„Ich würde die naturschutzfachlichen Belange nicht überbewerten. Die Arbeiten am Baugrund sind durch und der Zufahrtskorridor im südlichen Cospudener See wurde 2006 im Sanierungsrahmenplan geregelt“, erklärte am Freitag Professor Andreas Berkner, Leiter des Regionalen Planungsverbandes Westsachsen. Es handele sich aber um eine außerordentlich komplizierte Baustelle, das anstehende Genehmigungsverfahren sei entsprechend aufwendig.

„In den nächsten Monaten kommt die Auflast drauf, dann muss es eine Ruhephase von 18 Monaten für das Gelände geben. Wir können sowieso frühestens 2018 wieder einsteigen und der Bau dauert zwei Jahre. Daher ist 2021 realistisch“, so Berkner weiter. Wie sich das auf die Baukosten auswirkt, dazu wollte er sich nicht äußern. Nur so viel: „Es wird immer noch ein gutes Geschäft für die Region.“

Angesichts des hohen touristischen Potenzials sei eine Verzögerung bedauerlich, sagte am Freitag der Sprecher der Steuerungsgruppe Neuseenland, Landrat Henry Graichen.

Von Ulrike Witt

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