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Markkleeberg Hebamme wünscht sich viele Kinder
Region Markkleeberg Hebamme wünscht sich viele Kinder
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18:00 09.02.2010
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. Mittwochs kommt die Großdalzigerin wie fünf andere Frauen zur Babymassage in die Praxis von Hebamme Dorothée Berger.

„Stille mehr. Die Nachfrage regelt das Angebot“, erklärt Berger und streichelt der kleinen Cheyenne liebevoll über den Kopf. Nach und nach leert sich der Kursraum. Decken werden eingesammelt, noch ein Tipp auf den Weg, dann zieht Ruhe ein. „Den Beruf macht man aus Leidenschaft oder gar nicht“, sagt Berger lächelnd. Das Klischee der Hebamme, die bei Wind und Wetter übers Land mit ihrem Köfferchen zu Geburten eilt, erfüllt sie nicht. Ihre letzte Entbindung liegt fast sieben Jahre zurück. Damals war die Mittdreißigerin noch im Leipziger St. Georg angestellt. 2006 – inzwischen kam ihr Sohn zur Welt – machte sie sich im idyllisch gelegenen Pfarrwinkel selbstständig. Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung, Rückbildungsgymnastik, Still- und Trageberatung, Akupunktur und eben Babymassage gehören seither zu ihrem Angebot.

„Termine bei der Hebamme sind neben praktischer Hilfe immer eine Kontaktbörse. Weit mehr als in der Stadt“, weiß Berger, die jeden Dienstag und Donnerstag bei Leipziger Gynäkologen im Einsatz ist. Montags und freitags schaut sie bei Familien zuhause nach dem Rechten: in Zwenkau, Pegau, Groitzsch, Kitzen und auch im sachsen-anhaltischen Großgörschen. Die nahe Landesgrenze macht‘s möglich. „Die Uhren ticken hier draußen anders. Die Menschen lassen mehr Nähe zu, die Atmosphäre ist herzlicher“, findet Berger, die sich ihrer „Vertrauensstellung“ bewusst ist.

Selbst im Kreißsaal zu stehen, fehlt ihr nicht. „Ich habe auch so genug zu tun“, meint sie. Dazu zählt bisweilen auch der Telefondienst. „Ferndiagnosen stelle ich nicht, aber oft reichen bei unsicheren Hochschwangeren schon beruhigende Worte“, so Berger. Ansonsten schicke sie die Frauen sofort nach Leipzig oder Borna ins Krankenhaus. Dass die Heliosklinik vor Jahren ihre Entbindungsstation in Zwenkau schloss, bedauert Berger: „Gerade beim zweiten oder dritten Kind kann‘s schnell gehen. 25 Kilometer müssen dann erst mal geschafft werden.“ Wird die Hebamme gefragt, was sie sich wünscht, sagt sie: „Viele Kinder und dass die jungen Mütter mehr auf ihren Instinkt hören und sich weniger reinreden lassen.“

Ulrike Witt

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