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Heimatverein braucht weiter Spenden für Ausbau der Lindenallee

Leipziger Südraum Heimatverein braucht weiter Spenden für Ausbau der Lindenallee

Im Januar 2017 feiert der Heimat- und Museumsverein Zwenkau und Umgebung sein 25-jähriges Bestehen. Die aktuell 46 Mitglieder sind weit mehr als Chronisten: „Sie sind Berater, Forscher und Wegbereiter“, wie Bürgermeister Holger Schulz (CDU) sagt, und sie haben so manchen Impuls für die Entwicklung der Stadt gegeben.

Noch viel zu tun: Vereinsvorsitzende Bärbel Fraunholz (Mitte) packt beim Arbeitseinsatz am Trianon mit anderen Zwenkauern fleißig an.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Im Januar 2017 feiert der Heimat- und Museumsverein Zwenkau und Umgebung sein 25-jähriges Bestehen. Die aktuell 46 Mitglieder sind weit mehr als Chronisten: „Sie sind Berater, Forscher und Wegbereiter“, wie Bürgermeister Holger Schulz (CDU) sagt, und sie haben so manchen Impuls für die Entwicklung der Stadt gegeben.

„Unser größtes Projekt ist die Wiederherstellung, der Erhalt und die Verlängerung der historischen Lindenallee bis zum Ufer des Zwenkauer Sees“, erklärt Vereinsvorsitzende Bärbel Fraunholz. Im 18. Jahrhundert als Sichtachse zum Eythraer Schloss angelegt, verlor sie – wenn auch nicht zerstört – mit dem tagebaubedingten Abriss des Rittergutes Eythra und der Devastierung des Dorfes Anfang der Achtzigerjahre an Bedeutung.

Mit der Sanierung der 1790 als gestaltendes Parkelement im Eythraer Schlosspark errichteten Tempelruine Trianon machte der Heimatverein 2002 den ersten Schritt, rückte die fast vergessene vierreihige Lindenallee wieder ins öffentliche Interesse. Seither ist viel passiert. „Rund 50 000 Euro haben wir dank vieler Spenden bislang investieren können“, erzählt Fraunholz bei einem der vielen Arbeitseinsätze im Eichholz.

Diesmal wird das Areal rund um das Trianon von Unkraut befreit und die Lindenallee mit Hacken und Astscheren winterfein gemacht. „Der Arbeitseinsatz ist gleichzeitig unser erster Stammtisch. Wir wollen künftig in unregelmäßigen Abständen ganz unabhängig von unseren Mitgliederversammlungen Neues besprechen und dabei nützlich sein“, erklärt Fraunholz.

Und da ist noch viel zu tun: Von der ursprünglich 650 Meter langen Lindenallee haben 400 Meter den Tagebau Zwenkau überlebt und sind in der Pflege des Heimatvereins. „Die Bäume sind teilweise 200 bis 250 Jahre alt. Da müssen regelmäßig welche ersetzt werden“, sagt Fraunholz. Erst einmal urbar gemacht werden müssen hingegen die rund 100 Meter zwischen See-Rundweg und Ufer.

„An dem Stück sind wir erst seit 2014 dran und das können wir auch nicht allein. Dafür brauchen wir große Maschinen und die Hilfe der Mibrag und der Stadt“, erläutert Fraunholz. Und natürlich die Unterstützung von Spendern. „Jeder Cent zählt“, betont die Vereinsvorsitzende und zeigt stolz die lange Spenderliste auf einer Schautafel unweit des Trianons.

Ganz oben steht die Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig, die die Zwenkauer im vergangenen Jahr allein mit 10 000 Euro unterstützte. Zu finden sind aber auch viele private Spender, darunter Brautpaare, die sich im Sommer gern das Ja-Wort am Trianon geben und ihrer Liebe mit einer Linde ein grünes Denkmal setzen.

Langfristig will der Heimatverein zusammen mit der Stadt am seeseitigen Ende der Lindenallee einen weiteren Aussichtspunkt schaffen. „Vielleicht eine Terrasse mit Gastronomie“, träumt Fraunholz. Doch das ist Zukunftsmusik. Bis dahin hoffen die Vereinsmitglieder weiter auf Spenden und fleißige Hände. Interessierte können sich per E-Mail an info@heimatverein-zwenkau.de oder unter Tel. 034203 447230 melden.

Von Ulrike Witt

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