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Markkleeberg Heimatverein feiert: Rasende Rasentraktoren in Zitzschen
Region Markkleeberg Heimatverein feiert: Rasende Rasentraktoren in Zitzschen
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11:52 13.06.2016
Bernd Pohle hatte mit seinem Agria-Mehrzweckgerät die Ruhe weg, sein Mantel schützt ihn gegen den Sekt aus der Siegerpulle von Mario Lange. Im Hintergrund bereiten sich die Quadfahrer auf ihr Demonstrationsrennen vor. Quelle: Foto: Gislinde Redepenning
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Zwenkau

Hoch her ging es am Wochenende in Zitzschen zur Feier des traditionellen Kinderfestes und des zwanzigsten Heimatvereins-Geburtstages. Mit knatternden Motoren gratulierten am Freitag Rasentraktor- und Quadfahrer.

Im Schein des Lagerfeuers, entzündet nach dem Fackelumzug mit Start auf dem Dorfplatz, formierten sich auf dem Sportplatz tollkühne Kerle auf ihren Rasenmähern zur Austragung ihres sechsten Grand Prix über zwei Runden. Bernd Neidhardt, der Bernie Ecclestone von Zitzschen, hat das Renngeschehen fest im Griff. Es qualmt und wummert, so mancher Bolide ist aufgemotzt. Es geht zu wie in der Formel 1, den Sieg im Visier verraten die Fahrer ihre Hightech-Geheimnisse nicht. „Wir haben schon etwas daran gearbeitet“, grinst Seriensieger Mario Lange, den Helm furchterregend mit einem roten Besen dekoriert. „Geputzt, gewienert, geölt und gestern haben wir noch den Rasen gemäht.“

Die Tricks der Großen hat Youngster und Neuling im Rennen, Paul Fiedler, noch nicht drauf. Als die Meute mit dröhnenden Motoren davonprescht, tuckert er hinterher. Dafür hat der 14-Jährige, mit Schwesternhaube und im weißen Kittel als Teamarzt unterwegs, ebenso wie sein Fanclub, viel Spaß. Vor ihm knattert Alexander Kirmse mit einem Funken sprühendem Raketenantrieb. Der Pyrotechniker, mit verantwortlich fürs Feuerwerk, schleppt mit seinem „Pyroteufel“ einen Anhänger mit zwei Fontänen und einem Vulkan. „Die Strecke ist holprig, das wird ein harter Ritt. Ich hoffe, die Konstruktion überlebt das“, lacht er. Er wolle nicht wieder letzter werden, verrät er sein Ziel. Tatsächlich lässt er Rolli Heller, Günther Krimmling, Bernd Pohle und den Teamdoc hinter sich. Pohle ist auf einem wendigen Agria-Mehrzweckgerät mit einem „Sitz Marke Eigenbau“, Stahlhelm und einem mächtigem Mantel aus den Beständen des Braunkohlenkombinats Espenhain unterwegs. „Ich kann damit keinen Blumentopf gewinnen, aber dafür mähen“, erklärt er augenzwinkernd.

Im Kampf um den Sieg erlebte das Publikum dramatische Szenen, bejubelte die Riesengaudi und litt bei nervenaufreibenden Technikproblemen mit. Die hatte schon Heiko Zechs Safety-Car, ein rollender Bierkasten mit Simson-Motor. Er blieb auf der Einführungsrunde vermutlich wegen der Hitze liegen und schaffte den Rodelhang nur mit Anschubhilfe. Blitzstarter Jürgen „Ferli“ Weicheld ließ die Konkurrenz erst weit hinter sich. Entsetzte Aufschreie bei seinen Fans, als er auf der Zielgeraden stand, die Technik wollte nicht wie er. Das Feld rollte vorbei, nach einer grandiosen Aufholjagd schob er sich immerhin hinter Lange und Heiko Prause, als Ortswehrleiter schnell wie die Feuerwehr, auf einen Treppchenplatz vor. Frank Friedemann hatte das Nachsehen. Richtig schnell und staubig wurde es danach, als die Vertreter des 1. Neuseenländer Quadvereins mit einem Demonstrationsrennen für die Deutsche Cross Country-Meisterschaft am nächsten Wochenende in Rötha warben.

Von Gislinde Redepenning

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