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Markkleeberg Heiße Quelle im Störmthaler See - Baden bald auch im Winter möglich
Region Markkleeberg Heiße Quelle im Störmthaler See - Baden bald auch im Winter möglich
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13:56 19.05.2015
Die Luftaufnahme in Zeitraffertechnik belegt es: Rechts neben der Vineta auf dem Störmthaler See steigen große Luftblasen auf, erwärmen in einem kleinen Bereich das Wasser auf angenehme 30 Grad. Heute will die Gemeinde ihre neue touristische Attraktion bekanntgeben. Quelle: LMBV/Radke/LVZ

Das Wasser in diesem Bereich habe eine Temperatur von exakt 30,8 Grad Celsius.

Das Thermalwunder war bei der Inbetriebnahme der Vineta nach der Winterpause entdeckt worden. Betreiber Rüdiger Pusch: "Wir haben uns schon im vergangenen Jahr gewundert, dass immer mal wieder größere Luftblasen an die Wasseroberfläche kommen. Wir dachten, dass diese möglicherweise von Tauchern stammen." Jetzt sei alles ausführlich und in Ruhe untersucht worden. Ergebnis: "Wir waren sehr überrascht, dass dort angenehme Badetemperaturen herrschen."

Der Tagebausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) kann sich die neue Thermalquelle am Störmthaler See zum jetzigen Zeitpunkt nicht erklären. Abteilungsleiter Projektmanagement Thomas Rösler: "Wir hatten das Auftauchen einer Quelle zwar erwartet, jedoch erst in zehn Jahren, wenn der Grundwasserwiederanstieg abgeschlossen ist. Uns ist nicht bekannt, dass so etwas an anderen Tagebauseen schon mal passiert ist." Vorsorglich wird die LMBV heute den Bereich absperren lassen.

Dabei ist geologisch das plötzliche Auftauchen von Thermalquellen keine Seltenheit. Die Experten vom Verein Erdgeschichte im Südraum Leipzig, der am Markkleeberger und Störmthaler See den Geopfad mit initiiert hat, sind sich auch sicher, dass eine Nutzung der Quelle gefahrlos möglich ist. Diplom-Geologe und Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Haupt: "Es ist durchaus normal, dass vulkanische Strömungen gelegentlich den Weg an die Oberfläche finden. In unseren Regionen ist dies allerdings sehr ungewöhnlich." Gefahren seitens der Quelle bestünden für die Seenutzer nicht. "Ganz im Gegenteil", meinte Haupt, "eine Nutzung drängt sich geradezu auf. Die Gemeinde hat hier wirklich Glück gehabt."

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch, zugleich Vorsitzende des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland, sieht schon neue Chancen für den Tourismus am Störmthaler See: "Wir freuen uns sehr über diese neue Chance der touristischen Entwicklung und prüfen gerade, ob die Quelle erweiterbar ist." Ein Seeabschnitt mit diesen Temperaturen auch im Winter sei natürlich ein echtes touristisches Highlight. "Natürlich werden wir kurzfristig unsere Vermarktung anpassen und das Baden bei angenehmen Temperaturen anpreisen", kündigte sie an.

Die Regionale Planungsstelle will die Gemeinde dabei unterstützen. Prof. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle: "Wir werden der Gemeinde empfehlen, den Titel "Staatlich anerkanntes Thermalbad" zu beantragen. Mit der neuen Thermalquelle hat sie als Kurort dazu allerbeste Chancen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2015
Daniel Hasselhoff

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