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Markkleeberg Helden von Zitzschen geben beim Rasentraktorrennen alles
Region Markkleeberg Helden von Zitzschen geben beim Rasentraktorrennen alles
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13:49 19.05.2015
Noch ein letzter Blick auf die Rennstrecke: Nach getaner "Arbeit" wartet das Fahrerfeld auf dem Sportplatz in Zitzschen (fast vollständig) auf die "Ölung". Quelle: Ulrike Witt

Horst Kalis, Debütant und Oldie der Runde, stimmt sich beim Bierchen mental auf den Kurs ein. Sein grünes, im eigenen Garten Saison für Saison ausgefeiltes Elf-PS-Gefährt mit Heckspoiler ist gut in Schuss.

"In meiner Altersklasse bin ich definitiv unschlagbar", verkündet der Stadtrat lachend. Schon tuckert mit Ferli alias Jürgen Weichelt die Konkurrenz an - cool mit verspiegelter Sonnenbrille, braun gebrannt und bestens gelaunt auf seinem roten Sieben-PS-Geschoss. Flankiert wird er vom Wintersdorfer Spielmannszug sowie kleinen und großen Fans mit Lampions und Fackeln. Seine Taktik: "Dabei sein ist alles." Günther Krimmling macht Neidhardt klar, er will die Startnummer 13 - "meine Hausnummer, sonst fahr ich nicht". Dann kommt auch schon Bernd Pohle auf seiner Agria, die Maschine hat noch jeden Härtetest beim Mulchen in Neidhardts Weihnachtsbaumland bestanden. Pohle rückt die kultige Motorradbrille zurecht, gibt sich mit schwarzem Ledermantel heute betont lässig. Heiko Brause von der Feuerwehr, Marcus Stracziewa von "Ralfs Rennstall" und Mario Lange lassen sich nicht einschüchtern. Der Helm mit Schrubberborste sitzt.

Da wird der erste Ausfall gemeldet. Ausgerechnet das Safety-Car, die legendäre Schwalbe von Heino Zech. Noch drei Minuten bis zum Rennen, die sieben Helden von Zitzschen nehmen Aufstellung. Hand aufs Herz, die deutsche Nationalhymne erklingt, dann endlich der ohrenbetäubende Startschuss. Ganz Zitzschen, aktuell 425 Einwohner, und ein paar versprengte Tellschützer drücken die Daumen.

Mario Lange kommt gut weg, nutzt den Schwung für den legendären Berg, die Herausforderung des Zitzschener Rasentraktorrennens. Ein kurzer Aufschrei aus dem Publikum: "Horst seine Maschine brennt." Kaum ausgesprochen, ist der Spuk, dank der in 80 Jahren erprobten Einsatzbereitschaft der Zitzschener Kameraden, schon vorbei. Auf der Geraden gibt es derweil ein an Dramatik kaum zu überbietendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bernd Pohle und Marcus Stracziewa. Nur Ferli scheint überraschend nicht so richtig motiviert. An seinen Fans kann es nicht liegen, die schreien ausdauernd "Ferli, Ferli". Doch das reicht heute nicht.

Mario Lange gelingt ein Start-Ziel-Sieg. Er kann sich über den Großen Preis von Zitzschen und ein Frühstück für Zwei freuen. Für Brause, Kalis, Krimmling, Pohle, Stracziewa und Ferli, die auf den Rängen folgen, holt Neidhardt bei der Siegerehrung "was zum Ölen" aus seinem Körbchen. Für die Maschinen gibt's ein Kännchen Motorenöl, für die Männer was Hochprozentiges. Am Ende steht für die Besucher fest: Das war ein herrlicher Spaß zum Auftakt des Kinder- und Feuerwehrfestes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.06.2014
Ulrike Witt

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