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Markkleeberg "Helfen kann jeder"
Region Markkleeberg "Helfen kann jeder"
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14:07 19.05.2015
Beim Trödelmarkt im Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg gab es viel zu entdecken. Quelle: André Kempner

Berge von Büchern, Spielsachen und Kinderkleidung warteten. "Übers Jahr werden viele Sachspenden für die Kinder in unserem Haus abgegeben. Da wir eine medizinische Einrichtung sind, müsste alles erst gereinigt werden. Deshalb haben wir uns mit Einverständnis der Spender dafür entschieden, anlässlich des bundesweiten Tages der Kinderhospizarbeit einen Trödelmarkt zu veranstalten", erklärte PR-Frau Mona Meister. Dessen dritte Auflage fand jetzt statt und der Andrang war groß.

"Wir bekommen im Sommer unser erstes Kind und schauen nach allem, was man so für die Erstausstattung braucht", sagte Bianca Oertel, die mit ihrem Mann durch die Zimmer bummelte. Die 29-jährige Leipzigerin hatte aus der Zeitung von dem Trödelmarkt erfahren. "Ich wusste bislang gar nicht, dass es hier ein Kinderhospiz gibt", so die werdende Mama. Nun freue sie sich, ihre Leidenschaft für Flohmärkte mit praktischer Hilfe verbinden zu können.

Gundula Pietsch, ebenfalls Leipzigerin, gehörte zu den Ehrenamtlichen, die dem Kinderhospiz beim Ausrichten unter die Arme griffen. "Ich habe selbst drei gesunde Kinder, da ist es mir ein Bedürfnis, zu helfen. Wenn meine Familie in so eine Situation geraten würde, wären wir auch froh, wenn jemand für uns da wäre", sagte die 39-Jährige. "Wir haben nicht viel Geld, aber helfen kann jeder. Deshalb bin ich im Dezember Vereinsmitglied geworden", verriet Pietsch.

"Zwei Drittel unserer Arbeit wird aus Spenden finanziert. Ohne diese und die Unterstützung unserer Ehrenamtlichen könnten wir nicht jährlich 150 Familien mit schwerkranken Kindern bei uns aufnehmen", erklärte Meister. Mit dem morgigen Tag der Kinderhospizarbeit soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Laut Meister leiden etwa 40 000 Kinder in Deutschland an einer lebensverkürzenden Krankheit. Das heißt, sie werden nie erwachsen werden. Als Zeichen der Verbundenheit werden morgen an hoffentlich vielen Autoantennen grüne Bänder wehen. 680 habe der Verein allein an Taxiunternehmen in Leipzig und Dresden geschickt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.02.2015
Ulrike Witt

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