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Markkleeberg „Historischer Tag für Wachau“
Region Markkleeberg „Historischer Tag für Wachau“
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08:01 12.03.2018
Das neue Feuerlöschfahrzeug LF 20 der Freiwilligen Feuerwehr Wachau wird in den Dienst gestellt. Wehrleiter Wolf-Dieter Brode (l.) übernimmt den symbolischen Schlüssel von OBM Karsten Schütze.
Markkleeberg

Punkt 10 Uhr heulten am Sonnabend im Wachauer Gerätehaus die Sirenen los. Was war passiert? Zum Glück kein Unglück. Der vermeintliche Alarm galt einem freudigen Anlass: Ein nagelneues Löschfahrzeug (LF) wurde mit kräftigem Tatü-Tata samt Sirene begrüßt.

Zur feierlichen Übergabe waren neben den Kameraden der FFW Markkleeberg-Wachau auch Mitglieder der Ortsfeuerwehr Markkleeberg-West gekommen. Bevor das neue Löschfahrzeug LF 20 gebührend bewundert und „das alte LF 16 in den Ruhestand“ geschickt wurde, bekannte sich Wolf-Dieter Brode zu etwas „Abschiedsschmerz“. Schließlich habe das alte Einsatz-Fahrzeug „trotz mancher Wehwehchen viele Jahre zuverlässig seine Dienste geleistet“, so der Ortswehrleiter der FFW Markkleeberg-Wachau. Doch nun habe die Ortsfeuerwehr mit dem LF 20 ein Löschfahrzeug der neuesten Generation.

Als einen „historischen Tag für Wachau“ würdigte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze die Übergabe des fabrikneuen Einsatzfahrzeuges. „Es ist das erste seit 20 Jahren. Die Feuerwehr technisch bestens auszurüsten war eine einstimmige Entscheidung des Stadtrates. Erste Planungen begannen schon 2014, zwei Jahre später folgten dann die Ausschreibungen; 2017 wurde der Auftrag erteilt. Nun steht das schmucke Fahrzeug vor dem Wachauer Gerätehaus. Ohne die 150 000 Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen wäre der Erwerb nicht möglich gewesen“, betonte der Oberbürgermeister. Die andere Hälfte der Kosten habe die Stadt Markkleeberg übernommen.

Das fabrikneue Fahrzeug sei eine notwendige Entscheidung. „Denn bereits jetzt fahren die Kameraden mehr Einsätze als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein der Orkan ,Friederike’ brachte 66 Einsätze an nur einem Tag“, so Schütze. „Dabei arbeiteten die Kameraden aller Wehren gut zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit der Regionalleitstelle Leipzig funktioniert gut“, unterstrich der OBM.

Nach der feierlichen Übergabe war Gelegenheit, sich das LF 20 näher anzuschauen. „Unser neues Löschfahrzeug hat einen 2000 Liter fassenden Löschwassertank“, erläuterte Wachaus stellvertretender Ortswehrleiter Michael Röder. „Dazu kommen 400 Liter Schaummittel und ein umfangreicher hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer und Schere, um verunglückte Personen aus einem Pkw oder einem Lkw zu retten. Denn mit der neuen Technik sind die Kameraden auch in der Lage, auf die A 38 fahren, was vorher nicht möglich war.“ Zur Ausstattung des neuen LF 20 gehöre auch ein sogenannter Sprungretter. „Damit können auch Personen aus dem dritten Stock eines Hauses gerettet werden.“ Hinzu komme ein Hochleistungslüfter, der verqualmte Räume oder Häuser rauchfrei macht, nannte Röder weitere Details aus dem Innenleben.

Kennenlernen kann man es am 16.Juni zum Tag der offenen Tür der FFW Wachau.

Von INGRID HILDEBRANDT

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