Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 4 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Hochwasserschutz der Gösel macht Kette von Maßnahmen nötig

Hochwasserschutz der Gösel macht Kette von Maßnahmen nötig

Großpösna/Espenhain. Für den Tagebau war die Gösel in den Sechzigerjahren nahe Dreiskau-Muckern gekappt und in ein neues Bett gesteckt worden. Aber bei Hochwasser fühlt sie sich dort nicht wohl.

Voriger Artikel
"Meisterleistung" - aber Zukunft ungewiss
Nächster Artikel
Stürmisch, aber süß - Steinpleinair am Cossi erfolgreich beendet

Im Vorjahr ergoss sich die Gösel zum wiederholten Mal in den Störmthaler See, schuf dabei diesen "Canyon". Im Hintergrund liegt das Ferienresort Lagovida.

Quelle: André Kempner

Der eher unscheinbare Bach hat nun Folgen für die Gewässerentwicklung des gesamten Südraums.

Weil das kleine Flüsschen in den letzten vier Jahren schon zweimal Hochwasser führte und im Vorjahr fast Störmthaler und Markkleeberger See zum Überlaufen gebracht hätte (die LVZ berichtete), lassen die Anliegergemeinden derzeit eine Hochwasserrisikomanagementplanung erarbeiten. Die sehe aktuell vor, Hanggraben und Oberholzgraben nahe Dreiskau-Muckern aus dem neuen Lauf der Gösel wieder auszubinden und über den Altlauf durch Dreiskau-Muckern hindurch in den Störmthaler See zu leiten, erklärt der Espenhainer Bürgermeister Jürgen Frisch, der federführend für die Anliegerorte die Planung vorantreibt. Beide Gräben führten meist nur wenig Wasser. Bei einem hundertjährigen Hochwasser würden aber voraussichtlich vier bis fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den See strömen, hätten die Planer errechnet.

Im Vorjahr, bei einem Dammbruch der Gösel in Oelzschau, waren unkontrolliert Wassermassen über den Altarm der Gösel in den See gestürzt, hatten den Einlauf noch vergrößert. Seitdem heißt der "Canyon". Binnen weniger Tage war der Störmthaler See durch heftige Niederschläge und die Gösel um fast 20 Zentimeter gestiegen. Das Wasser wurde notabgelassen in den Markkleeberger See, was beinahe zu Schäden am Kanupark führte. Da habe es sich um ein Hochwasser gehandelt, dass alle 50 bis 60 Jahre vorkommt, so Frisch.

Das neue Konzept sehe eine Ertüchtigung des Bauwerks in Oelzschau vor, so dass nur noch Wasser aus den Feldern ringsum Dreiskau-Muckern in den See fließen werde. Dazu müssten auch Brücken und Durchlässe unter der Verbindungsstraße nach Espenhain sowie in Dreiskau-Muckern vergrößert werden. Frisch rechnet mit einem mehrjährigen Verfahren. Ab Ende September lägen die Unterlagen dazu in den Orten aus.

Die Hochwasserwelle in den See werde nach den Maßnahmen auf jeden Fall kleiner, bewertet Großpösnas Bauamtsleiter Detlef Richter die Pläne. Zugleich erhalte der See einen ständigen Zufluss.

Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze sieht mit den Maßnahen die Forderung der Region nach einem größeren Ablauf des Markkleeberger Sees bestätigt - die so genannte "Wasserschlange" zur Pleiße. Die sei eben nicht nur für den Tourismus, sondern auch für den Hochwasserschutz nötig, sagte er. Der vorhandene Ablauf, die Kleine Pleiße, lasse sich aus Naturschutzgründen nicht vergrößern. Es müsse nun darum gehen, die Finanzierung in die Beratung zur Tagebausanierung von Bund und Land zu bekommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.08.2014
Jörg ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • Sportlerwahl
    Aktionslogo Sportlerwahl Landkreis Leipzig 2016

    Kreissportbund Landkreis Leipzig, Sparkasse und Leipziger Volkszeitung suchten die besten Sportler 2016. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. Hier das Ergebnis! mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lädt am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos in unserem Special. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr