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Markkleeberg Holger Schulz: "Ich bin stolz auf meine Zitzschener"
Region Markkleeberg Holger Schulz: "Ich bin stolz auf meine Zitzschener"
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14:09 19.05.2015
Landrat Gerhard Gey (links) freut sich mit den Zitzschenern. Quelle: André Kempner

"Ich bin völlig platt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet", erklärte die Vorsitzende des Heimatvereins, Carmen Diecke, am Donnerstagabend bei der Festveranstaltung im Saal Zitzschen. Ortschronist Daniel Kalis, der den Schwung der 800-Jahrfeier im vergangenen Jahr aufgenommen und die Bewerbung initiiert hatte, gestand: "Die Spannung war riesig. Natürlich haben wir gehofft, dass wir weit vorn landen. Aber als wir gehört haben, was die anderen Bewerber so alles auf die Beine stellen, wurde ich immer unsicherer."

Kreisentwicklerin Gesine Sommer, die den Dorfwettbewerb betreut und mit der Jury im August alle Kandidaten bei Ortsterminen unter die Lupe genommen hatte, betonte: "Eigentlich hat jede Gemeinde eine Auszeichnung verdient." Alle Beteiligten trügen auf ihre Art und Weise dazu bei, ihre Dörfer attraktiver zu gestalten, die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen. Dies gelte für Zitzschen, dass mit seiner lebendigen Dorfgemeinschaft, einer modernen Infrastruktur bei historischen Straßenzügen, liebevoll gepflegten Grundstücken und der Nähe zum Zwenkauer See punkten konnte (46,25 Punkte von 50 möglichen), für das zweitplatzierte Frankenhain (44,95) und das drittplatzierte Lastau (43,30), aber auch für das "Dreigestirn" Döhlen/Thronitz/Quesitz, Fremdiswalde, Nepperwitz, Dornreichenbach, Leisenau, Hainichen, Seelingstädt und selbst Skoplau, mit 37 Einwohnern das kleinste Dorf unter den elf Teilnehmern.

"Der ländliche Raum steht im Zuge des demografischen Wandels vor enormen Herausforderungen. Dennoch glaube ich, wir brauchen uns um unsere Dörfer keine Sorgen machen", meinte Landrat Gerhard Gey (CDU). Ziel des Wettbewerbs sei, die Menschen vor Ort zu bewegen, neue Ideen und Konzepte für das Leben auf dem Land zu entwickeln und dies sei überzeugend gelungen. Alt-Kanzler Helmut Kohl habe dem Osten vor 25 Jahren blühende Landschaften versprochen und sei dafür gescholten worden. "Aus meiner Sicht zu Unrecht. Vieles hat sich in unserer Region zum Guten gewendet, aus Tagebaulandschaften ist Bemerkenswertes entstanden", lobte Gey. Die Attraktivität sei ganz wesentlich dem bürgerschaftlichen Engagement, den zahlreichen Vereinen und Initiativen und nicht zuletzt den einsatz- und hilfsbereiten Freiwilligen Feuerwehren zu verdanken, so Sommer.

Dass die Zitzschener feiern und tanzen können, stellte der Faschingsverein am Donnerstagabend unter Beweis. Die Gastgeber brachten den Saal mit einem live singenden Helene-Fischer-Double, den Murock´s und den "Helden in Strumpfhosen" zum Kochen. "Ich bin noch ganz atemlos", gestand Gey angesichts solch ungeahnter Talente bei der Buffeteröffnung. Bürgermeister Holger Schulz (CDU) meinte: "Ich bin stolz auf meine Zitzschener. Dieser Abend zeigt, dass wir mit unseren Ortsteilen auf dem richtigen Weg sind." Er drücke schon die Daumen für 2015. Dann treten die Zitzschener auf Landesebene an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2014
Ulrike Witt

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