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Markkleeberg Holger Schulz gönnt sich Glas See-Wasser
Region Markkleeberg Holger Schulz gönnt sich Glas See-Wasser
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08:00 08.10.2016
Bürgermeister Holger Schulz (rechts) und SSZ-Chef Andreas Schmidt gönnen sich am Zwenkauer Hafen ein Glas See-Wasser. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Ungewöhnliche Aktion: Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hat gestern mit dem Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau (SSZ), Andreas Schmidt, am Hafen ein Glas See-Wasser getrunken. Damit wollten sie demonstrieren, dass vom größten Gewässer im Leipziger Neuseenland keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht.

Wie berichtet, hatte der Ökolöwe im September wegen der vermeintlichen Glyphosat-Belastung vor dem Bau des Harthkanals gewarnt. Grundlage war eine von der Landtagsfraktion der Grünen in Auftrag gegebene und vom Umweltinstitut Leipzig erstellte Studie zur Pestizidbelastung von Kleingewässern. Demnach wurde an einer von zwei Entnahmestellen am Zwenkauer See eine Übertretung des Glyphosat-Grenzwertes von 0,1 Mikrogramm pro Liter für Trinkwasser festgestellt. Das in der Landwirtschaft eingesetzte Herbizid steht im Verdacht gesundheitsgefährdend zu sein.

„Ich habe mich intensiv mit dem Thema befasst: Man sollte die Verhältnismäßigkeit wahren und nicht anhand eines Grenzwertes, der noch nicht einmal für Badeseen gilt, Ängste bei den Bürgern schüren“, meinte Schulz. Glyphosat sei in vielen Lebensmitteln in viel größeren Mengen enthalten – zum Beispiel in Bier. „Es kommt doch deswegen niemand auf die Idee, kein Bier mehr zu trinken. Und wir wollen auch nicht unser See-Wasser in Flaschen füllen und verkaufen“, so der Rathauschef. Der Schwapp beim Baden schade niemandem, versicherte der „studierte Verfahrenstechniker mit erweiterten chemischen Kenntnissen“.

Ärgerlich macht ihn, dass in der Studie „Halb- und Unwahrheiten“ verbreitet werden: „Der Zwenkauer See ist kein Vogelschutzgebiet. Es gibt im Westen, im Nordosten und im Südosten gemäß Abschlussbetriebsplan für den Tagebau Zwenkau drei Vorbehaltsgebiete Natur und Landschaft – mehr nicht.“ Außerdem sollten die Grünen fragen, woher das Glyphosat kommt und fließende Gewässer wie die Weiße Elster, deren Wasser für die Flutung genutzt wird, untersuchen.

Von Ulrike Witt

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