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Markkleeberg Holger Schulz siegt in Zwenkau
Region Markkleeberg Holger Schulz siegt in Zwenkau
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00:21 10.06.2015
7465 Bürger aus Zwenkau und den Ortsteilen waren zum Urnengang aufgerufen, hier ein Blick ins stimmenmäßig größte Wahllokal im Schulzentrum. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Das Ergebnis fiel am Ende dann überraschend deutlich aus. Schulz holte 70,07 Prozent der Stimmen und konnte damit gegenüber der Bürgermeisterwahl von 2008 einen Zuwachs von 5,67 Prozentpunkten für sich verbuchen. "Ich freue mich riesig, brauche wohl aber noch ein paar Stunden, bis ich das alles so richtig begreifen kann", erklärte der alte und neue Bürgermeister anderthalb Stunden nach Schließung der Wahllokale. Er war mit Ehefrau Antje nach dem Urnengang am Morgen zur Tochter gefahren, um sich abzulenken.

Herausforderer Redepenning erreichte gestern 29,93 Prozent. "Natürlich bin ich persönlich sehr enttäuscht, aber das Ergebnis gilt es zu respektieren. Ich habe Holger Schulz auch schon zu seinem Sieg gratuliert", sagte Redepenning am Abend. Nach Gründen zu suchen sei müßig, meinte er. "Offensichtlich wollten die Zwenkauer keinen Wechsel an der Rathausspitze. Sie wollen die bestehenden Verhältnisse und ihre Traditionen wahren. Mit meinen Vorstellungen und Ideen hatte ich jedenfalls keine Chance, dabei haben wir mit den Freien Wählern einen sehr offensiven Wahlkampf geführt", so Redepenning.

Enttäuschend fanden beide Männer die niedrige Wahlbeteiligung. Von den insgesamt 7465 wahlberechtigten Bürgern aus Zwenkau und den sechs Ortsteilen gingen gestern nur 55,72 Prozent in die acht Wahllokale oder hatten bis Freitag die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Vor sieben Jahren hatte die Wahlbeteiligung in Zwenkau noch bei 59,3 Prozent gelegen.

"Es ist wirklich erschreckend und für mich absolut unverständlich, dass immer mehr Bürger ihr Wahlrecht nicht in Anspruch nehmen", betonte Schulz. Redepenning meinte: "Wahrscheinlich sind viele Bürger schon so frustriert, dass sie gleich gar nicht mehr wählen gehen. Diese Entwicklung darf sich nicht fortsetzen."

Besondere Vorkommnisse gab es am Wahltag in Zwenkau nicht, wenn man mal davon absieht, dass der Wahlvorstand im Feuerwehrgerätehaus in Löbschütz ohne Kaffee in den Wahlsonntag starten musste. "Pulver, Milch und Zucker waren da, die Kaffeemaschine fehlte leider", erzählte Wahlamtsleiterín Ursula Kratz schmunzelnd. Da Sachsen ohne Gaffee nich gämpfn gönnen, wurde die Maschine gegen 11 Uhr selbstverständlich nachgeliefert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.06.2015
Ulrike Witt

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