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Markkleeberg Holzbildhauerpleinair: Plastiken bleiben am Cospudener See
Region Markkleeberg Holzbildhauerpleinair: Plastiken bleiben am Cospudener See
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17:02 20.08.2010
Die Schwerstarbeit ist geschafft: Olaf Teichmann mit seinem Fischer, Rainer Pleß mit dem „Nachfolgemodell“ des Anglers und Rainer Strege (von links) mit seinem gigantischem Paar. Alle Arbeiten werden am Cospudener See bleiben. Quelle: Andr Kempner
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Markkleeberg

„Das gab es schon lange nicht mehr. Viele der hier geschaffenen Arbeiten nahmen die Künstler wieder mit, andere fanden mit Hilfe von Sponsoren feste Plätze, eine hat es bis an die Ostseeküste geschafft“, berichtet Rainer Pleß, der das Pleinair vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben hat.

Die Veranstaltung ist längst eine Institution, nur einmal musste sie krankheitsbedingt ausfallen. „Vor zehn Jahren haben wir einige Baumstämme noch geschenkt bekommen“, erinnert sich Pleß. „Heute ist das anders, da brauchen alle Feuerholz.“

Pleß hat für die zehnte Auflage einen alten Bekannten neu erschaffen. Bis zuletzt rätselten die Zuschauer, was er wohl aus dem Eichenstamm herausholen würde. Erst ganz zum Schluss brachte Pleß einen Stock an – fertig war der Angler. Der Vorgänger landete vor Jahren im Wasser, später nagte der Zahn der Zeit an der Figur. Nun wird der Angler wieder am Hafen seinen Platz finden. Auch zur Freude von treuen Zaungästen wie Karl Schöber. Der 79-Jährige fühlt sich als Tischlermeister mit allem aus Holz verbunden. Für Pleß hatte er eigens ein Präsent mitgebracht: „Die Schleifscheiben liegen bei mir ja nur herum“, sagt er.

Einen Platz am See werden auch die beiden „Riesen“ von Rainer Strege finden. „Die Arbeit daran war nicht immer leicht“, verrät er. „Denn eigentlich war das hier fast eine Winterveranstaltung“, meint er mit Blick auf das Wetter der vergangenen Tage. Einmal sei sogar ein riesiger Schirm vom Wind fortgetragen wurden. „Das tolle Wetter am Abschlusstag ist unser verdienter Lohn“, so Strege.

Schwerstarbeit hatte sich Olaf Teichmann vorgenommen. Der Leipziger verwandelte einen Sandsteinquader aus einem Abbruchhaus in einen Fischer. „Der wird mich überleben, so stabil ist er.“ Die stundenlange Arbeit am Stein war für Teichmann nicht wirklich anstrengend. „Was man im Kopf hat will man ja auch umsetzen. Das treibt einen an, gerade in der doch relativ kurzen Zeit, die man zur Verfügung hat.“

Bert Endruszeit

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