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Markkleeberg Hortanbau in Großstädteln wird im Oktober fertig
Region Markkleeberg Hortanbau in Großstädteln wird im Oktober fertig
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07:00 26.08.2017
Oberbürgermeister Karsten Schütze informiert sich bei Hortleiterin Antje Kreft (rechts) und Bauleiterin Petra Männel über den Baufortschritt in der ersten Etage im Hortanbau Großstädteln. Quelle: Ulrike Witt
Markkleeberg

Endspurt im Hort Großstädteln: Bis zu den Oktoberferien sollen die Arbeiten am neuen Anbau komplett fertig sein, in der schulfreien Zeit dann nur noch die Möbel eingeräumt werden. Gestern schaute sich Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) vor Ort um.

„Ich bin wirklich gespannt, wie es aussieht. Bislang habe ich nur positive Stimmen gehört“, erklärte er Hortleiterin Antje Kreft bei der Begrüßung. Sie zeigte sich angetan vom Neubau und der Zusammenarbeit mit den Baufirmen. „Es läuft wirklich gut. Unsere Kinder sind schon jetzt ganz stolz auf ihren neuen, größeren Hort“, erzählte Kreft.

Seit Schuljahresbeginn werden die aktuell 197 Hortkinder im Altbau aus dem Jahr 2009 und im Erdgeschoss des Anbaus betreut. „Wir standen ganz schön unter Zeitdruck“, räumte Bauleiterin Petra Männel vom Amt für Gebäude und Liegenschaften gestern ein. Wie berichtet, verfügt die benachbarte Grundschule in der Alten Straße seit der Sanierung und dem Ausbau 2015/16 über 224 Plätze, der kommunale Hort aber nur über 150. Mit Ausnahmegenehmigungen für die Betreuung in Schulräumen wurde die Kapazität im vergangenen Schuljahr ausgeglichen. Der Hortanbau soll die 74 fehlenden Plätze schaffen, eigentlich schon seit Schuljahresbeginn.

Doch noch sind in der ersten Etage die Bauleute am Wirbeln, haben acht Kinder bislang keinen Platz bekommen. „Hier kommt der Hausaufgaben- und Lernbereich mit der Mediathek rein“, erklärte Kreft. Die Räume mit Lichtkuppeln wirken groß und hell. „Und sind trotz Bauarbeiten relativ leise“, stellte Schütze fest. Im Anbau gebe es in allen Räumen Schallschutz, betonte Männel. Auch im Altbau habe sich was getan, seien bis auf die Garderobe überall Schallschutzvorrichtungen nachgerüstet worden. „Die Lautstärke ist sonst kaum auszuhalten“, bestätigte die Hortleiterin.

Seit Anfang August genutzt werden im Anbau unten links das Spielecafé mit Kinderküche und rechts der Mehrzweckraum mit Backstagebereich. Die Wände sind hier mit grünen Teppichstreifen gestaltet. „Sieht schick aus, schützt die weißen Wände und dämpft Lärm“, meinte Schütze. Clever ist auch die neue kurze Verbindung vom Hort zur Turnhalle und zum Sportplatz. „Unsere Kinder brauchen jetzt nicht mehr den schmalen Fußweg an der stark befahrenen Hauptstraße langgehen, sondern können innen den Weg beziehungsweise das Tor im Garten nutzen“, sagte Kreft.

Mit der Fertigstellung im Oktober soll es im Hort für alle 224 Schulkinder Platz geben. Die Kosten würden mit 2,1 Millionen – davon 443 000 Euro Fördermittel vom Land – einschließlich Außenanlagen und Parkplatzerweiterung eingehalten. Schütze hat ein anderes Problem: „Der Erziehermarkt ist leer gefegt. Wir haben schon nur mit Ach und Krach Erzieher für den Hort Markkleeberg-West gefunden. Das Thema wird uns noch lange begleiten.“ Aktuell sind in Großstädteln zehn Erzieherinnen im Einsatz.

Von Ulrike Witt

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