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Markkleeberg Hunderte Besucher erleben historische Gefechtsdarstellung und zivile Spielszenen
Region Markkleeberg Hunderte Besucher erleben historische Gefechtsdarstellung und zivile Spielszenen
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20:07 25.10.2009
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Markkleeberg/Leipzig

In Markkleeberg und am Torhaus Dölitz waren zudem Biwaks aufgeschlagen.

Uniformiert entsteigt der General seinem VW Passat, Kennzeichen SE-XX irgendwas. „Ich bin seit 1991 dabei“, sagt Marius Franke aus Norderstedt. „Mich fasziniert die Kameradschaft der Leute. Sie kommen aus aller Herren Länder. Und alle vereint die Idee, Geschichte lebendig zu machen, Leute an dem zu interessieren, was war, damit sie sich für das interessieren, was heute ist“, sagt er und holt den Dreispitz aus dem Kofferraum. „Geschichte wiederholt sich bisweilen. Das erlaubt Rückschlüsse darauf, wie aktuelle Entwicklungen einzuschätzen sind“, meint der Général de Brigade der französischen Armee, heute zuständig für alles, vom Schlachtplan bis zur Schnittwunde. Rings um ihn formieren sich die Verbände, Briten mit ihren damals neuartigen Raketen, Österreicher, Napoleon nebst Stab und Leibdiener.

Noch scheint dem Höhepunkt der Feiern die Sonne von Austerlitz, Doch bald ist es ein Wetter wie vor 196 Jahren: Regen. Dem Publikum macht das Getöse von Mörser und Musketen trotzdem Spaß. Sie beobachten, wie Marschkolonnen zu Linien werden, sich preußische Jäger anschleichen, aber von der sächsischen Garde gestellt werden. Dazwischen flüchten Zivilisten. „Ich bin jedes Jahr hier. Mir gefallen die schönen bunten Uniformen“, verrät Georg Otto und fotografiert. Labrador Senta legt trotz Geballers nicht mal die Ohren an: „Sie ist schussfest“, sagt ihr Markkleeberger Herrchen.

„Wir zeigen hier keinen historischen Ausschnitt aus der Völkerschlacht“, erklärt Gert Pfeifer, Moderator und Mitglied des Veranstalters, des Verbandes Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813. „Stellen Sie sich einfach ein Dorf im Leipziger Umland vor. Es könnte Markkleeberg sein.“ Einst rangen 520 000 Soldaten bei dieser Schlacht um den Sieg. 115 000 starben oder wurden verletzt. Um 14.05 Uhr fällt diesmal der erste Schuss. Zwei Stunden später ist Schluss. Die Organisation? Perfekt. Dann legen Soldaten die Waffen weg, rücken vor den Zelten zusammen und stoßen auf das an, was heute normal ist: den Frieden.

Weitere Fotos unter www.lvz-online.de

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Ingolf Rosendahl

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