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„Huracans Schockstarre“ soll noch mehr Besucher nach Belantis locken

Saisonstart „Huracans Schockstarre“ soll noch mehr Besucher nach Belantis locken

Der Countdown läuft: Noch drei Tage, dann startet am Sonnabend der Freizeitpark Belantis in seine 15. Saison. Mit 192 Tagen wird die so lang wie nie zuvor und den Besuchern einiges Neues in den acht Themenwelten bieten.

Hier geht es rund: Der Freizeitpark Belantis startet an diesem Sonnabend in seine 15. Saison

Quelle: Kempner

Zwenkau/Leipzig. Der Countdown läuft: Noch drei Tage, dann startet der Freizeitpark Belantis in seine 15. Saison. Mit 192 Tagen wird die so lang wie nie zuvor und den Besuchern einiges Neues in den acht Themenwelten bieten.

„Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Eröffnung am Sonnabend um 10 Uhr“, verrät Belantis-Chef Erwin Linnenbach. Vor drei Jahren übernahm der 56-Jährige die Geschäftsführung in Ostdeutschlands größtem Freizeitpark. Bislang wurden unter seiner Regie jährlich zehn Prozent Plus eingefahren, kamen im Vorjahr 600 000 Besucher - ein Rekordergebnis. 16 Prozent Besucherzuwachs peilt Linnenbach für 2017 an.

Bauchkribbeln XXL verspricht die Achterbahn Huracan in dieser Saison mit einer zweiten Programmierung. Bei „Huracans Schockstarre“ bleiben die Fahrgäste mehrere Sekunden am höchsten Punkt stehen, bevor es kopfüber die 97 Grad steile Abfahrt nach unten geht. „Eigentlich wollte ich die Steuerung noch verrückter, aber da haben unsere Techniker nicht mitgemacht“, verrät Linnenbach. Welches Programm der Operator wann fährt, bleibe je nach Zahl und Alter der Gäste eine Überraschung.

Dass Kinder ab acht mit Huracan fahren dürfen, aber nicht mit dem „Fluch des Pharao“ ist für Linnenbach „nicht nachvollziehbar“. Deshalb hat er den Tüv geholt. Die Ingenieure prüfen, ob die 2003 erteilten strengen Vorgaben – ab 13 Jahre und 1,40 Meter - fürs Wildwasserrafting an der Pyramide wirklich nötig sind. „Vielleicht können wir die Attraktion bald für kleinere Kinder öffnen“, so Linnenbach.

Mehr Fahrspaß für die Jüngsten soll kurz vor der Hauptsaison ein ganz neues Kinderfahrgeschäft bringen. „Bestellt ist es schon“, so Linnenbach. Mehr will er noch nicht verraten, aber „mehr Seele“ in den Freizeitpark bringen.

„Bislang laufen die Besucher übergangslos von einer Themenwelt zur anderen. Das wird sich ändern. Unser Kreativkopf Thomas Reuter arbeitet an optischen Akzenten wie Figuren und Monumenten“, erläutert Linnenbach. So soll ein über zwei Meter großer Kentaur, ein Mischwesen aus der griechischen Mythologie, vor den Augen der Besucher entstehen. Außerdem könnten die sich 2017 auf drei neue Shows, darunter ein Kinder-Mitmach-Konzert freuen.

Geschlossen wird im Sommer die Lücke zwischen dem „Reich der Sonnentempel“ und der im März bei zwei Belaner-Subbotniks mit Tipis aufgerüsteten „Prärie der Indianer“. „Die beiden Sackgassen werden mit einer Brücke über den ’Atlantik’ und einer weiteren Eventfläche verbunden“, kündigt Linnenbach an. Für die Gäste bedeute das kurze Wege und perspektivisch eventuell eine weitere Themenwelt à la Golden Gate Bridge, plaudert der Belantis-Chef aus.

Baulich ist die Komplettierung des Rundwegs wichtig, weit größeres Entwicklungspotenzial sieht Linnenbach indes im WLAN-Hotspot Belantis. „Die Gäste können im ersten Schritt mit Saisonbeginn freies WLAN im gesamten Gelände nutzen. Damit sind wir einer der wenigen Freizeitparks in Deutschland, die diesen Service bieten“, betont er. Als nächstes soll eine Belantis-App folgen. „WLAN ist weit mehr als freier Internetzugang, das ist mehr Erlebnis für alle.“

Rund 1,2 Millionen Euro lässt sich Belantis das alles kosten, einschließlich neuer Kleidung für die Belaner und der Einführung eines neuen Ticketsystems. So wird es auf Wunsch der Gäste künftig ein Kinderticket, fünf Euro günstiger als das für Erwachsene, geben. Im Angebot ist auch ein Familienticket, am Oster-Wochenende zusätzlich ein All-Inclusive-Familienticket. Vorerst nur im April soll ein Frühstücksticket Gäste locken.

Wenn es nach den Zahlen geht, dürfte einer erfolgreichen Saison nichts im Wege stehen. „Der Vorverkauf läuft super. Wir haben schon fast doppelt so viele Tickets wie im Winter 2016 verkauft“, sagt Linnenbach. Im vergangenen Jahr pushte er den Online-Verkauf – mit Erfolg. Ein Drittel der Tickets gehen inzwischen so weg.

Von Ulrike Witt

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